Anzeige

Verkehrsunfallstatistik – Deutlich mehr Unfälle mit Fahrrädern und E-Scootern

2025 ist die Zahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle im Stadtgebiet um rund sechs Prozent gestiegen. Vor allem bei Fahrrädern und E-Scootern verzeichneten Stadt und Polizei einen deutlichen Anstieg.

Die Zahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle im Stadtgebiet ist 2025 auf 5.433 gestiegen. Das entspricht einem Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. 805 Unfälle waren mit Personenschaden verbunden.

Besonders deutlich nahm die Zahl der Unfälle mit Zweirädern zu. Bei Fahrrädern stieg sie von 415 auf 451 und damit um fast neun Prozent. Bei E-Scootern wurden 81 Unfälle registriert, nach 68 im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 19 Prozent. Nach Angaben von Stadt und Polizei waren Radfahrer und E-Scooter-Nutzer an rund 60 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden beteiligt.

Auffällig ist auch die Zahl der Verletzten. 71 Prozent der verletzten Radfahrer trugen keinen Helm. Bei 90 Prozent aller E-Scooter-Unfälle wurden die Fahrer verletzt. Zudem spielte Alkohol vor allem im Radverkehr eine zunehmende Rolle. Hier registrierte die Polizei einen Anstieg um 19 Prozent.

Als Reaktion kündigt die Polizeiinspektion Ingolstadt deutlich mehr Kontrollen an, vor allem in der Innenstadt. Im Fokus stehen Fahrten unter Alkoholeinfluss, Geisterradeln, Rotlichtverstöße und die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt.

Positiv bewerten Stadt und Polizei den historischen Tiefstand bei den Schulwegunfällen. Auch am Audi-Ring hat sich die Lage nach der Temporeduzierung verbessert. Dort gingen sowohl die Zahl der Unfälle als auch die Zahl der Verletzten deutlich zurück.

Insgesamt sprechen die Verantwortlichen von einer Entwicklung mit Licht und Schatten. Zum Start der Zweirad-Saison appellieren Stadt und Polizei an mehr Rücksichtnahme und an die Einhaltung der Verkehrsregeln.(sh)

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: