Ehrenamtliche Naturschutzwächter des Umweltamts haben sich zu einer fachlichen Fortbildung im Neuhau, dem Ingolstädter Stadtforst, getroffen. Thema war die Bestimmung heimischer Baumarten in der winterlichen, laublosen Zeit.
Geleitet wurde die Veranstaltung von Andreas Naumann, Revierleiter im städtischen Forstamt. In praxisnaher Form erklärte er unter anderem die Unterschiede zwischen Spitz- und Bergahorn sowie zwischen Winter- und Sommerlinde. Auch die Verbreitung der Weißtanne und botanische Besonderheiten wie die tatsächliche Verwandtschaft der Hainbuche – die entgegen ihres Namens nicht zur Buche gehört – wurden anschaulich erläutert. „Ein artenreicher und stabiler Wald entsteht nur, wenn man seine einzelnen Bestandteile versteht – vom Baum über die Pilze bis hin zum Wild“, so Naumann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von Pilzarten an Bäumen und deren Aussagekraft für die Baumgesundheit. Zudem wurde der Zusammenhang zwischen Jagd und der Entwicklung eines artenreichen Waldes thematisiert.
Aufgrund der frühen Dunkelheit und der niedrigen Temperaturen war die Dauer der Fortbildung begrenzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich jedoch einig, dass der fachliche Austausch und die praxisnahe Wissensvermittlung sehr gewinnbringend waren. Eine Folgeveranstaltung, idealerweise im belaubten Zustand der Bäume, ist daher ausdrücklich gewünscht.
Pressestelle/Stadt Ingolstadt
