Bayerns Wirtschaftsminister wurde mit 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden
Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident wurde am Mittwoch, 4. November, leblos in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden. Er wurde 55 Jahre alt.
Wie die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mitteilten, wurde der Politiker am frühen Abend tot entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Berlin und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei sollen die konkrete Todesursache und der Hergang festgestellt sowie ein mögliches Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern an.
Aiwanger sagte Termin in Berlin aus gesundheitlichen Gründen ab
Aiwanger sollte am Mittwochnachmittag bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin eine Rede halten. Dazu kam es jedoch nicht: Der Politiker hatte sich aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen. Später war er nicht mehr erreichbar. Schließlich wurde er leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden, so der Bayerische Rundfunk.
Vom Agraringenieur zum stellvertretenden Ministerpräsidenten
Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach im niederbayerischen Landkreis Landshut geboren. Er wuchs auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Rahstorf auf. Nach seinem Abitur und dem Wehrdienst studierte er Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Weihenstephan. 1995 schloss er das Studium als Diplom-Agraringenieur ab und arbeitete anschließend im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb.
Sein politisches Engagement begann bei den Freien Wählern. 2001 trat er der Gruppierung bei. 2006 übernahm er den Vorsitz des bayerischen Landesverbands, seit 2010 war er zudem Bundesvorsitzender der Partei.
2008 zog Aiwanger erstmals in den Bayerischen Landtag ein und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Freien Wähler. Einen entscheidenden Schritt in seiner politischen Laufbahn machte er 2018: Nach dem Einzug der Freien Wähler in die bayerische Staatsregierung wurde er am 12. November 2018 Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
In diesen Ämtern gehörte er über Jahre zu den prägenden Gesichtern der bayerischen Landespolitik. Auch nach der Landtagswahl 2023 blieb er Teil der Regierungskoalition mit der CSU.
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