Umsatz und Gewinn gehen deutlich zurück. Audi nennt die schwierige Marktlage in China, den zunehmenden Wettbewerb und US-Zölle als Belastungsfaktoren.
Ingolstadt – Die ersten neun Monate des Jahres 2026 sind für Audi wirtschaftlich schwierig verlaufen. Der Konzernumsatz sank von 48,4 auf 42,1 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund 13 Prozent. Noch deutlicher fiel das Minus beim operativen Ergebnis aus: Es ging von 1,56 Milliarden auf 1,15 Milliarden Euro zurück. Die operative Umsatzrendite verringerte sich von 3,2 auf 2,7 Prozent.
China und Nordamerika belasten das Geschäft
Besonders der chinesische Markt bereitet dem Ingolstädter Automobilhersteller Probleme. Dort gingen die Auslieferungen der Marke Audi um 24,5 Prozent zurück. Auch in Nordamerika verzeichnete das Unternehmen ein deutliches Minus von 17,3 Prozent. In Deutschland entwickelte sich der Absatz dagegen mit einem Plus von 1,8 Prozent leicht positiv.
Als Gründe nennt Audi vor allem den Markteinbruch bei Verbrennerfahrzeugen in China, den zunehmenden Wettbewerb und den Preisdruck durch chinesische Hersteller. Hinzu kommen US-Zölle, gestiegene Energiekosten infolge der Lage im Nahen Osten und die Umstellung der Einstiegsmodelle vom Audi A1 und Q2 auf den neuen vollelektrischen A2 e-tron.
Audi will Kosten senken und Effizienz steigern
Angesichts dieser Entwicklung will Audi seine Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit verstärken. Das Unternehmen kündigt an, Kosten und Komplexität weiter zu reduzieren sowie Qualität, Produktivität und Effizienz zu verbessern. Gleichzeitig sollen Investitionen gezielt in neue Modelle und Zukunftstechnologien wie Software, Künstliche Intelligenz und Fahrerassistenzsysteme fließen.
Auf Grundlage der Zukunftsvereinbarung von März 2025 sollen gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat weitere Maßnahmen erarbeitet werden. Welche konkreten zusätzlichen Einsparungen vorgesehen sind, lässt Audi in der aktuellen Mitteilung offen.
Was bedeutet das für die Arbeitsplätze in Ingolstadt?
Mit den angekündigten Maßnahmen will Audi nach eigenen Angaben auch die Beschäftigung an seinen deutschen Standorten langfristig sichern. Grundlage ist die im März 2025 geschlossene Zukunftsvereinbarung. Weitere Schritte sollen gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat erarbeitet werden.
Audi passt Jahresprognose an
Auch die Jahresprognose wurde angepasst: Für 2026 erwartet der Konzern nun einen Umsatz zwischen 55 und 59 Milliarden Euro sowie eine operative Umsatzrendite von 3 bis 5 Prozent.
Quelle: Audi AG
Foto: Symbolbild
