SPD-Stadtratsfraktion fragt nach Perspektive für den Festsaal

Anfrage für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung am 13. Oktober: Sanierungsumfang, Nutzungsdauer und Finanzierung im Fokus

Wie geht es mit dem Festsaal des Stadttheaters nach Sommer 2027 weiter? Diese Frage stellt die SPD-Stadtratsfraktion in einer Anfrage für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung am 13. Oktober 2026. Im Mittelpunkt stehen neben dem baulichen Zustand insbesondere Kosten, künftige Nutzungsdauer und mögliche Fördermöglichkeiten.

Bürgermeister Wöhrl hatte öffentlich angekündigt, eine pragmatische Sanierung mit möglichst geringem Aufwand anzustreben, möglichst ohne oder nur mit kurzer Schließung des Festsaals. Nach Auskunft des Baureferats prüft das Hochbauamt derzeit die bauliche Situation. Eine belastbare Einschätzung zu Sanierungsumfang, Kosten und Zeitbedarf liegt bislang noch nicht vor.

„Die Sanierung und Zukunft des Stadttheaters beschäftigen mich seit Langem. Wir haben uns als Fraktion intensiv mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandergesetzt und konkrete Anträge gestellt“, erklärt Quirin Witty, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. „Jetzt kommt es darauf an, nicht nur zu schauen, was heute unbedingt gemacht werden muss, sondern auch, welche Nutzungsdauer damit erreicht wird. Das Notwendigste zu sanieren kann am Ende unwirtschaftlich sein, wenn wir in wenigen Jahren erneut investieren müssen. Wir brauchen deshalb eine Lösung, die fachlich sinnvoll und langfristig finanziell tragfähig ist.“

Mit der aktuellen Anfrage knüpft die SPD an ihre bisherigen Initiativen zum Hämer-Buro-Bau an. Bereits in ihrem Antrag zur Sanierung des Gebäudes hatte sie gefordert, technische Alternativen zu prüfen, die finanziellen Risiken verschiedener Varianten transparent darzustellen und den Stadtrat regelmäßig über den Fortgang zu informieren.

Pressestelle SPD Stadtratsfraktion Ingolstadt

Ein Schwerpunkt der Anfrage liegt auf der Finanzierung. Die SPD möchte wissen, ob bereits Gespräche mit der Regierung von Oberbayern über Genehmigungsfähigkeit und mögliche Förderungen geführt wurden und ob der Freistaat Bayern als möglicher Fördergeber eingebunden ist oder eingebunden werden soll.

„Wenn wir jetzt über eine pragmatische Lösung sprechen, müssen wir auch über deren Finanzierung sprechen“, betont Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion. „Gerade bei einem Gebäude von dieser Bedeutung sollten alle Möglichkeiten ausgelotet werden. Dazu gehört für uns auch das Gespräch mit der Regierung von Oberbayern und dem Freistaat. Wenn bei einer umfassenden Sanierung ursprünglich mit einer erheblichen staatlichen Förderung gerechnet wurde, sollte geklärt werden, welche Förderperspektiven auch für eine pragmatische Lösung bestehen.“

Auch die Einbindung von Unternehmen, Mäzenen und der Bürgerschaft wird thematisiert. „Private Unterstützung kann ein wichtiger Baustein sein“, sagt Nadine Praun, Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion und Sprecherin im Ausschuss für Kultur und Bildung. „Entscheidend ist aber, dass jetzt transparent geklärt wird, welche Maßnahmen notwendig sind, welche Varianten geprüft werden und was sie kosten. Nur so kann der Ausschuss verantwortungsvoll über die Zukunft des Festsaals beraten.“

Die SPD möchte zudem wissen, welche Auswirkungen die verschiedenen Szenarien auf den Veranstaltungskalender ab 2027 und die Theatergastronomie haben und wie der Ausschuss künftig über den Fortgang informiert wird.

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