Sparen ja, aber nicht am Bürgerpark!

Piuspark

Der Freundeskreis Piuspark nimmt die von den Ingolstädter Kommunalbetrieben (INKB) angekündigten Sparmaßnahmen mit Sorge zur Kenntnis.

Uns ist bewusst, dass die angespannte Haushaltslage Einsparungen notwendig macht. Die angekündigten Maßnahmen dürfen jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, welche konkreten Auswirkungen sie auf den Betrieb, die Pflege, die Sauberkeit und die Nutzbarkeit des Piusparks haben. Die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger müssen daher sorgfältig geprüft und transparent dargestellt werden.

Nach den bisherigen Ankündigungen sollen Aufgaben im Piuspark und am Künettegraben übertragen oder reduziert werden. Zudem sind Einschränkungen bei Toiletten, Pflege, Unterhalt, Reinigung, Müllentsorgung sowie Service- und Betreuungsangeboten möglich. Diese Maßnahmen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den angekündigten Einsparungen. Deshalb muss klar benannt werden, welche Leistungen aus Kostengründen entfallen, verringert oder von anderen Stellen übernommen werden und welche finanziellen Einsparungen dadurch tatsächlich erzielt werden.

Der Piuspark ist ein wichtiger Ort für Familien, Kinder, Sportler, Spaziergänger, Veranstaltungen und Vereine. Seine Attraktivität hängt von funktionierender Infrastruktur, ausreichender Pflege und sauberen öffentlichen Einrichtungen ab. Einsparungen dürfen daher nicht zulasten seiner Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität gehen.

Auch beim Müll braucht es im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen einen neuen Ansatz. Wenn bei Reinigung und Müllentsorgung Einsparungen vorgesehen sind, muss stärker darauf gesetzt werden, Müll bereits an der Entstehung zu vermeiden. Ziel sollte nicht allein sein, mehr Müll einzusammeln, sondern das Müllaufkommen dauerhaft zu reduzieren. Denkbar sind neue Abfallkonzepte, bessere Hinweise zur Müllvermeidung, Pfand- und Mehrwegsysteme bei Veranstaltungen sowie gemeinsame Aktionen mit Schulen, Familien, Vereinen und Parknutzern. Der Freundeskreis ist bereit, sich daran zu beteiligen.

Wir fordern Transparenz darüber,

• welche konkreten Sparmaßnahmen die INKB angekündigt haben,

• welche Leistungen aus Gründen der Haushaltskonsolidierung entfallen oder reduziert werden,

• welche Aufgaben übertragen werden und wer sie übernimmt,

• in welchem Umfang Pflege, Reinigung, Unterhalt und Müllentsorgung betroffen sind,

• welche Toilettenangebote künftig zur Verfügung stehen,

• welche finanziellen Einsparungen durch die einzelnen Maßnahmen tatsächlich entstehen,

• welche Auswirkungen die Maßnahmen auf Sauberkeit und Aufenthaltsqualität haben,

• und welche Schritte zur Müllvermeidung vorgesehen sind.

Ehrenamtliches Engagement ist für den Piuspark wichtig, darf aber nicht notwendige öffentliche Leistungen ersetzen. Gerade wenn die angekündigten Sparmaßnahmen zu einem Rückgang kommunaler Leistungen führen, muss klar geregelt sein, welche Aufgaben weiterhin zuverlässig erfüllt werden.

Unser Anliegen richtet sich nicht gegen die Haushaltskonsolidierung. Wir wollen verhindern, dass an den falschen Stellen gespart wird. Einsparungen sollten mit neuen Ideen verbunden werden, damit weniger Kosten nicht automatisch weniger Qualität bedeuten. Gerade bei Pflege, Sauberkeit, Toiletten und Müllvermeidung braucht es deshalb ein Gesamtkonzept, das finanzielle Einsparungen ermöglicht, ohne den Charakter und die Nutzbarkeit des Piusparks zu beeinträchtigen.

Der Freundeskreis Piuspark steht für einen offenen Dialog mit den INKB, der Stadtverwaltung, dem Stadtrat und den zuständigen kommunalen Betrieben.

Unser Standpunkt ist klar:

„Sparen ja. Aber nicht auf Kosten der Attraktivität, Sauberkeit und Nutzbarkeit des Piusparks.“

Der erweiterte Vorstand für den Freundeskreis Piuspark e. V.
Jutta Materna (Vorsitzende), Klaus Iffland, Ulrich Linder, Maurizio Grandesso, Joseph Jehlicka

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: