Ingolstadt setzt ein starkes Zeichen für Mädchenrechte
Auf Initiative von Plan International haben die Vereinten Nationen einen Weltmädchentag eingerichtet, der jährlich am 11. Oktober begangen wird. Seitdem hat sich der Tag zu einem kraftvollen Symbol für die Förderung der Rechte von Mädchen und jungen Frauen weltweit entwickelt.
Gemeinsam laut sein, Mädchen stärken und Vielfalt erleben: Am Samstag, 10. Oktober, verwandeln die Plan Aktionsgruppe Ingolstadt, zahlreiche lokale Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen den Rathaus- und Sparkassenplatz in einen lebendigen Ort der Begegnung. Von 10.30 bis 16 Uhr laden abwechslungsreiche Mitmachaktionen, kreative Impulse und spannende Begegnungen dazu ein, Neues zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für Mädchenrechte zu setzen. Vorbeikommen, mitmachen und weitersagen – der Eintritt ist frei.
Zu den Highlights des Aktionstages zählt ein Vortrag von Anja Assenbaum, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, die auch in diesem Jahr den Besucherinnen und Besuchern wertvolle Impulse mit auf den Weg geben wird. Außerdem dürfen Sie sich auf einen mitreißenden Auftritt der Red Hot Chillis und einen gemeinsamen Mitmachtanz freuen.
Die große Bandbreite der teilnehmenden Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen zeigt: Gleichberechtigung ist eine gemeinsame Aufgabe. Durch die lokale Vernetzung entstehen neue Perspektiven und konkrete Impulse, um Mädchen zu stärken und ihre Anliegen dauerhaft im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern.
„Nach einem Bericht der Vereinten Nationen dauert es – bei Beibehaltung der bisherigen Geschwindigkeit – noch 171 Jahre, bis die Gleichstellung der Geschlechter weltweit erreicht sein wird. Das können wir den Frauen nicht zumuten. Mädchen von heute sind die Frauen von morgen. Wir müssen jetzt gemeinsam alles in unserer Macht Stehende tun, um Mädchen und Frauenrechte zu stärken, um gemeinsame auf allen Ebenen eine Verbesserung der Lebensrealität von Mädchen und Frauen zu erreichen“, sagt Anja Assenbaum.
Ein wichtiger Bestandteil des Weltmädchentags sind auch die zahlreichen Pinkifizierungen in ganz Deutschland. Es werden Gebäude und Wahrzeichen in leuchtendes Pink getaucht, um ein weithin sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Ein besonderer Blickfang erwartet Ingolstadt, wenn auch das Alte Rathaus in Pink erstrahlt und die Botschaft des Weltmädchentags eindrucksvoll ins Zentrum der Stadt trägt.
Fokus-Thema in diesem Jahr: Klimakrise – was Mädchen stark macht
Über 130 Millionen Mädchen ohne Zugang zu Bildung, mehr als 21 Millionen akut mangelernährte Mädchen unter fünf Jahren und rund 500 Millionen Mädchen und Frauen ohne ausreichenden Zugang zu Menstruationsprodukten und -hygiene: Diese Zahlen zeigen eindringlich, wie bestehende Ungleichheiten die Folgen der Klimakrise verschärfen. Dürren, Stürme und Überschwemmungen zerstören Lebensgrundlagen, erschweren den Schulbesuch und erhöhen insbesondere für Mädchen die Risiken von Mangelernährung, früher Heirat und Gewalt.
Plan International unterstützt Gemeinden dabei, sich auf Klimafolgen vorzubereiten und Mädchen gezielt zu stärken. Dazu gehören verlässliche Bildungsangebote auch in Krisenzeiten, Zugang zu sanitären Einrichtungen und Menstruationsprodukten sowie Aufklärung über sexuelle Gesundheit und selbstbestimmte Familienplanung. In der Katastrophenvorsorge werden Mädchen und junge Frauen aktiv beteiligt, damit sie Wissen, Handlungsspielräume und eine starke Stimme erhalten – für ihre eigene Zukunft und für widerstandsfähigere Gemeinschaften.
Näheres: https://ingolstadt.plan-aktionsgruppen.de/
Pressestelle Stadt Ingolstadt
