Ausreichender Schlaf gilt als wichtiger Baustein für die Gesundheit. Während der Nacht laufen im Körper zahlreiche Regenerationsprozesse ab, die für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit entscheidend sind. Schlaf unterstützt die Herzgesundheit, beeinflusst den Stoffwechsel positiv, stärkt das Immunsystem und fördert die körperliche sowie geistige Fitness. „Auch Gedächtnis- und Lernprozesse profitieren von einer ausreichenden und erholsamen Nachtruhe“, weiß Rainer Stegmayr, Teamleiter Markt und Gesundheit bei der AOK in Ingolstadt.
Qualität und Dauer wichtig
Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, ist individuell unterschiedlich. Fachgesellschaften wie beispielsweise die amerikanische National Sleep Foundation empfehlen Erwachsenen, regelmäßig sieben bis neun Stunden pro Nacht zu schlafen. Einfluss auf den individuellen Schlafbedarf haben unter anderem die genetische Veranlagung, das Alter, die Gesundheit sowie der Lebensstil. Für die Beurteilung eines gesunden Schlafs ist jedoch nicht allein die Dauer entscheidend. Maßgeblich sind vor allem die Schlafqualität und das persönliche Erholungsempfinden. „Wer morgens erholt aufwacht und tagsüber konzentriert und leistungsfähig bleibt, hat seinen persönlichen Schlafbedarf in der Regel gedeckt“, so Rainer Stegmayr.
Zu wenig Schlaf kann krank machen
Wer über längere Zeit schlecht schläft, fühlt sich tagsüber oft müde und weniger belastbar. Auch die Konzentration lässt nach, während Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder muskuläre Verspannungen zunehmen können. Zudem zeigen Studien, dass anhaltender Schlafmangel das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöhen kann. „Vorübergehende Schlafprobleme sind jedoch nicht ungewöhnlich, halten sie länger an oder treten nachts Atemaussetzer auf, sollte man ärztlichen Rat einholen“, so Rainer Stegmayr.
Bewegung und feste Gewohnheiten helfen
Körperliche Aktivität kann den Schlaf verbessern und Stress abbauen. Besonders günstig wirken sich regelmäßige Bewegung und beruhigende Abendroutinen aus. Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation (PMR) oder Meditation können hier hilfreich sein. „Wer tagsüber aktiv ist und am Abend bewusst zur Ruhe kommt, schafft gute Voraussetzungen für eine erholsame Nacht“, so Rainer Stegmayr. Schwere Mahlzeiten sowie Kaffee oder Alkohol am Abend können hingegen das Ein- und Durchschlafen erschweren. Zudem raten Fachleute dazu, Smartphones, Tablets und Fernseher rechtzeitig auszuschalten. Ein ruhiges, dunkles und eher kühles Schlafzimmer unterstützt die nächtliche Erholung zusätzlich. Auch wer zur jeweils gleichen Uhrzeit zu Bett geht und aufsteht, fördert seinen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus und kann so langfristig besser schlafen.
Internet-Tipps:
- www.aok.de/bayern/schlafgut
- www.aok.de/bayern/cyberhealth
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