Anzeige

Planloser Personalabbau: CARIAD-Vorstand riskiert Zukunft des Unternehmens

Arbeitgeber droht mit massiven Personalanpassungen und kündigt Tarifverträge bei CARIAD. Die IG Metall kündigt massiven Widerstand an. Am Standort in Ingolstadt hat CARIAD 2100 Beschäftigte.

Mit vollkommenem Unverständnis und Empörung reagieren die Beschäftigten und die IG Metall auf die Kündigung der Tarifverträge und Pläne zu einem massiven bundesweiten Personalabbau bei CARIAD. Was hier als notwendige unternehmerische Entscheidung verkauft wird, ist in Wahrheit ein Frontalangriff auf die Beschäftigten und eine Bankrotterklärung des Managements.

Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten hervorragende Arbeit. Sie entwickeln die Zukunftstechnologie für VW und ihre Kompetenzen sind unverzichtbar für den VW-Konzern. Statt Respekt und Anerkennung, ist eine budgetgetriebene Personalreduktion geplant und wesentliche tarifliche Arbeitsbedingungen sollen beschnitten werden.

Für das Unternehmen mit bundesweit 4200 Beschäftigten droht eine Personalreduktion von bis zu 1600 Stellen. Es besteht aber eine Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2029 ausschließt. Es wird keine betriebsbedingte Kündigung geben – „das ist unsere rote Linie“, so Gerhard Retzer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei CARIAD.  

Auf der Betriebsversammlung wurde ebenfalls vollkommen unerwartet verkündet, dass wesentliche Tarifverträge für Regelungen zu Arbeitszeit, Entgelte oder Urlaub gekündigt werden. Tarifverträge stehen für gute Entgelte, sichere Arbeitsbedingungen und verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten und ihre Familien. Auf einer Betriebsversammlung kurzfristig die Kündigung von Tarifverträgen zu erklären, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. „Wer glaubt, Tarifverträge einseitig und nebenbei aufkündigen zu können, ohne auf massiven Widerstand zu stoßen, irrt gewaltig“ so Stefan Mitschke, Vertrauenskörperleiter der IG Metall bei CARIAD.
  
Jetzt ist klar: Mit der Kündigung der Tarifverträge und der Drohung der Entlassungen hat die Geschäftsführung die Auseinandersetzung eskaliert. Jetzt kommt es darauf an, dass die Beschäftigten zusammenstehen und ihre Interessen gemeinsam vertreten.

Die Botschaft an die Arbeitgeberseite ist eindeutig: „Wer den Konflikt sucht, wird eine organisierte und entschlossene Belegschaft erleben, so Christian Daiker, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt.

Jetzt geht es darum, Haltung zu zeigen. Die IG Metall wird gemeinsam mit den Beschäftigten für ihre Tarifverträge, ihre Arbeitsbedingungen und ihren Respekt kämpfen. Entschlossen, solidarisch und mit der nötigen Durchsetzungskraft.

Gemeinsam sind wir stärker als jede Tarifkündigung.

Pressestelle IG Metall Ingolstadt

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: