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Freie Wähler wollen Homeoffice bei der Stadt evaluieren

Die Stadtratsfraktion fordert eine Bestandsaufnahme zu Nutzung, Bürgerservice, Leistungsfähigkeit und Auswirkungen des mobilen Arbeitens.

Die FREIE WÄHLER-Stadtratsfraktion beantragt, die bestehenden Regelungen und die bisherige Praxis zu Homeoffice und mobilem Arbeiten bei der Stadt Ingolstadt zu evaluieren. In einem Antrag an Oberbürgermeister Dr. Michael Kern fordert die Fraktion, die Ergebnisse anschließend dem Stadtrat vorzulegen.

Dabei soll zunächst untersucht werden, in welchem Umfang Homeoffice und mobiles Arbeiten in den einzelnen Referaten und Dienststellen genutzt werden. Außerdem will die Fraktion wissen, ob sich die Arbeitsformen auf die persönliche und telefonische Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, Terminverfügbarkeit oder andere Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger auswirken. Auch mögliche Veränderungen bei Bearbeitungszeiten, Arbeitsrückständen oder der Servicequalität sollen betrachtet werden.

Weitere Fragen betreffen die Führung und Zusammenarbeit. So soll die Verwaltung Erfahrungen von Führungskräften mit der Steuerung von Teams, der internen Kommunikation sowie der Sicherstellung von Erreichbarkeit und Arbeitsleistung im Homeoffice erfassen. Auch die Bedeutung flexibler Arbeitsformen für Personalgewinnung, Mitarbeiterbindung und die Attraktivität der Stadt Ingolstadt als Arbeitgeberin soll bewertet werden.

Soweit belastbare und datenschutzkonforme Daten vorliegen, sollen außerdem mögliche Veränderungen bei Fehlzeiten, Produktivität oder anderen geeigneten Kennzahlen seit der Einführung beziehungsweise Ausweitung des mobilen Arbeitens dargestellt werden. Auf Grundlage der Evaluation soll die Verwaltung anschließend einschätzen, ob sich die bestehenden Regelungen bewährt haben oder Anpassungsbedarf besteht. Dabei sollen auch die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Dienststellen und Tätigkeitsbereiche berücksichtigt werden.

In der Begründung betont die FW-Stadtratsfraktion, Homeoffice und mobiles Arbeiten seien inzwischen etablierte Bestandteile einer modernen Arbeitswelt. Flexible Arbeitsformen könnten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Attraktivität der Stadt als Arbeitgeberin beitragen. Gleichzeitig müsse gewährleistet sein, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen. Erreichbarkeit, verlässliche Dienstleistungen, angemessene Bearbeitungszeiten und eine leistungsfähige Verwaltung dürften durch die Wahl des Arbeitsortes nicht beeinträchtigt werden.

Die Fraktion spricht sich deshalb sowohl gegen eine pauschale Einschränkung als auch gegen eine ungeprüfte Ausweitung des Homeoffice aus. Entscheidend seien die tatsächlichen Erfahrungen und messbaren Ergebnisse. „Nicht der Arbeitsort ist entscheidend, sondern Leistung, Erreichbarkeit und guter Bürgerservice“, lautet der Grundsatz der FW-Stadtratsfraktion.

Die Evaluation soll dem Stadtrat eine sachliche und belastbare Grundlage für die weitere Ausgestaltung von Homeoffice und mobilem Arbeiten bei der Stadt Ingolstadt geben. Dabei soll nach Vorstellung der Fraktion auch die sich verändernde Situation auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt werden. Ebenso verweist sie auf andere Unternehmen, die das Thema inzwischen deutlich hinterfragen, aufkündigen oder neu verhandeln.

Quelle: Freie Wähler Stadtratsfraktion Ingolstadt

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