Erfolgreiche Plogging-Aktion der Stadt Ingolstadt und der Audi Stiftung für Umwelt
Gemeinsam laufen und dabei etwas für die Umwelt tun: Bei der diesjährigen Plogging-Aktion der Stadt Ingolstadt und der Audi Stiftung für Umwelt haben sich vergangene Woche zwölf Läuferinnen und Läufer auf den Weg gemacht. Unterstützt wurden sie von einem Kind, das ebenfalls begeistert beim Müllsammeln mithalf. Ausgestattet mit den roten Säcken der Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) sammelten sie entlang ihrer Laufstrecken achtlos weggeworfenen Abfall. Am Ende kamen zwölf gefüllte Säcke zusammen.
Unterstützt wurde die Aktion von den Ingolstädter Kommunalbetrieben. Sie stellten die roten Säcke und Handschuhe bereit und kümmerten sich anschließend um die Abholung des gesammelten Abfalls. „Eine saubere Stadt entsteht nicht allein durch die Arbeit unserer Kommunalbetriebe und der Müllabfuhr. Sie entsteht auch durch das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen“, sagt Bürgermeister Christian De Lapuente und betont: „Die Plogging-Aktion zeigt auf sehr anschauliche Weise, dass jeder einen Beitrag leisten kann. Zwölf Menschen, zwölf Säcke Müll – das ist ein sichtbares Zeichen für gemeinsames Engagement und für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.“
Sport, Gemeinschaft und Umweltschutz
Plogging verbindet Umweltschutz, Bewegung und Gemeinschaft. Beim Joggen sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Müll entlang der Laufstrecke auf. Das Bücken und Aufheben sorgt dabei für zusätzliche Bewegung und macht die Aktion zu einem unkomplizierten Ganzkörpertraining. Gleichzeitig entsteht ein unmittelbarer und sichtbarer Nutzen: Der Müll, der zuvor am Wegesrand lag, ist verschwunden. Die gemeinsame Aktivität stärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl und macht Umweltschutz auf unkomplizierte Weise erlebbar.
„Plogging verbindet viele Dinge, die für eine nachhaltige Stadtgesellschaft wichtig sind: Bewegung, Gesundheit, Naturerlebnis, Gemeinschaft und Umweltschutz“, sagt Bianca Krauser, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Stadt Ingolstadt. „Besonders schön ist, dass die Wirkung sofort sichtbar wird. Die Aktion regt aber auch zum Nachdenken an: Was wir selbst mitbringen, sollten wir auch wieder mitnehmen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass unsere Stadt und ihre Naturräume sauber bleiben.“
Klenzepark und renaturiertes Donauufer
Für die diesjährige Aktion teilten sich die Läuferinnen und Läufer in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe nahm sich den Klenzepark vor, die andere war am renaturierten nördlichen Donauufer am Treidlweg unterwegs. Erfreulicherweise fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in beiden Bereichen vergleichsweise wenig Müll. Gerade am renaturierten Nordufer ist das ein positives Zeichen. Dort gibt es keine Abfallbehälter. Die Organisatoren bitten deshalb die Besucherinnen und Besucher, ihren Müll wieder mitzunehmen. Eine kleine Tüte für den eigenen Abfall lässt sich problemlos einpacken und verhindert, dass der Müll in der Natur zurückbleibt.
Auch bei Passantinnen und Passanten stieß die Aktion auf positive Resonanz. Viele erkannten die roten Säcke und Handschuhe und wussten, dass die Läuferinnen und Läufer hier einen Beitrag für die Umwelt leisten. Andere zeigten sich neugierig, fragten nach der Aktion und erkundigten sich, wie sie selbst teilnehmen können. Mehrfach bedankten sich Bürgerinnen und Bürger bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Einsatz.
Ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität
Beim Plogging werden neben leeren Chipstüten, Getränkedosen und anderem Verpackungsmüll immer wieder auch ungewöhnliche Gegenstände entdeckt. In vergangenen Jahren wurden beispielsweise Einkaufswagen oder sogar eine verrostete Spülmaschine aus der Umwelt entfernt. Damit setzt die Aktion auch ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfall. Unsachgemäß entsorgter Müll kann über Gewässer in die Umwelt gelangen oder durch Zerfall zu Mikroplastik werden.
„Plogging verändert nicht die Welt – aber es verändert ein Stück unserer Stadt und hoffentlich auch ein Stück unserer Einstellung“, sagt Dr. Joachim Wloka von der Audi Stiftung für Umwelt. „Wenn Menschen beim Laufen Müll sammeln, werden sie unmittelbar darauf aufmerksam, wie viel Abfall in unserer Umgebung achtlos zurückgelassen wird. Gleichzeitig erleben sie, dass gemeinsames Engagement etwas bewirken kann. Genau diese Verbindung aus Bewegung, Umweltbewusstsein und Gemeinschaft macht den besonderen Charakter des Ploggings aus.“
Seit 2019 gemeinsam aktiv
Die Audi Stiftung für Umwelt lädt seit 2019 von März bis Oktober monatlich zu Plogging-Aktionen auf wechselnden Laufstrecken ein. In Ingolstadt werden die Veranstaltungen von den Ingolstädter Kommunalbetrieben im Rahmen der Ramadama-Aktion unterstützt. Die Ramadama-Aktion der INKB gibt es bereits seit 2004. Auch beim Plogging zum World Cleanup Day besteht traditionell eine Zusammenarbeit mit der Stadt Ingolstadt. In diesem Jahr wurde die Aktion durch die Stabsstellen Nachhaltigkeit und Klima begleitet.
Der World Cleanup Day findet jedes Jahr am 20. September statt. Die Plogging-Aktion macht dabei deutlich: Umweltschutz beginnt nicht erst bei großen Projekten. Jeder kann im Alltag Verantwortung übernehmen und manchmal reicht dafür schon ein Paar Laufschuhe, ein Handschuh und ein roter Sack.
Pressestelle Stadt Ingolstadt

