Impressionen der Nacht der Museen 2026

Ein kulturelles Highlight ist alljährlich die Nacht der Museen: bis tief in die Nacht öffneten heuer 17 Museen, Galerien, Ateliers und Kulturorte ihre Pforten und zeigten wie lebendig die Stadt doch (noch) ist. Die Fülle der Angebote, aber auch die zeitliche Überschneidung machte es selbstredend unmöglich alle Termine wahrzunehmen. Daher sind die Hervorhebungen lediglich der Abbild einer persönlichen Auswahl und keine bewertende Gewichtung.
Das Fleißer-Haus lockt alljährlich mit einer Lesung, die Frau Dr. Martina Neumeyer akribisch nicht nur nach geschichtlichen Hintergründen, sondern vor allem auch herrlichen und köstlichen Anekdoten, recherchiert, zu denen man normalerweise kaum kommt. An diesem Abend lud man zum Abendshoppen mit „Literarischem zu Lust und Frust durch Bier“ mit Texten von Oskar Maria Graf, Fredl Fessl,  Marieluise Fleißer, Ludwig Thoma bis hin zur Polizei- und Gerichtsakten. Diese trug neben der Autorin Dr. Manfred Schuhmann gewohnt lebendig und unterhaltsam vor. Untermalt wurde die kurzweilige Stunde von Carola und Franz Schlagbauer sowie Werner Breuer.

Im Museum der Konkreten Kunst fand an diesem Abend die Vernissage des jungen Valentin Kindeldei, der die Menschen gerne mit seinen fantastischen bunten Quadraten gerne fröhlich machen möchte. (Der junge Mann wird in der Novemberausgabe der IN-direkt näher vorgestellt).
Draußen vor dem Museum lud die bekannte und beliebte Theaterschauspielerin mit ihrem Knollmann-Streicher-Quintett ein bei einer Stärkung den lauen Abend zu genießen.


Im Hinterhof in der Milchstraße stellte sich der Kunsthof vor:
Daniel Malun Lange lud in sein kürzlich erst bezogenes Atelier in der Milchstraße ein. Hier präsentierte er die Kunst der jungen Wahlberliners Lucas Dietrich. Nebenan lädt Helga Klöckner die Besucher zum Experimentieren ein.

In der Galerie Marietta Haas lud die eingeladene Künstlerin Monika Falke ein, die Beziehung von Farbe, Licht und Raum neu zu entdecken. „Ausgehend von ihren Studien in Japan entwickelte sie eine klare, zugleich poetische Bildersprache zwischen Transparenz, Schlichtung und Reduktion.“

In der Harderbastei gab es für die Künstlerinnen und Künstler des BBK einen besonderen Höhepunkt des Abends: Seit vier Jahren vergibt der LIONS-Club Ingolstadt einen Kunstpreis im Bereich Bildender Kunst. In diesem Jahr ging er an die dreiteilige Skulptur von Tanja Rödel. Bis 22 Uhr konnte das Publikum zudem seinen Favoriten wählen. Als um 22.30 Uhr Christian Pacher das Siegerbild „Neues Kapitel“ – das Bild einer jungen Mutter mit ihrem Kind – vorstellte, war die Freude bei Tanja Riebel und ihrer Fangemeinde riesig. Die junge Künstlerin war mit vielen Unterstützern gekommen, die ihren Erfolg begeistert feierten. Knapp dahinter rangierten Celine Schlütter und Teresa Wiechova.

Dies waren nur einige Impressionen aus der Vielzahl der Angebote. Zu wünschen bleibt, dass jeder mit seiner ganz persönlichen Auswahl eine rundum gelungene Nacht der Museen verbringen konnte. (Ha-Ga)

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