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Sonnenfinsternis:
Dann kam das Flugzeug

Die partielle Sonnenfinsternis lockte zahlreiche Himmelsbeobachter auf die Felder bei Gerolfing. Janina Dynowski von der Sternwarte Ingolstadt hielt dabei einen besonderen Moment fest.

Eigentlich hatte Janina Dynowski ihr Teleskop für eine private Beobachtung auf den Feldern bei Gerolfing aufgebaut. Eine öffentliche Veranstaltung der Sternwarte Ingolstadt war dort nicht geplant. Doch allein blieb sie keineswegs: Nach und nach fanden sich zahlreiche weitere Interessierte ein, um gemeinsam die partielle Sonnenfinsternis zu verfolgen.

„Es war richtig toll, mit so vielen Interessierten dieses besondere Ereignis zu erleben“, erzählt Dynowski. Einige hatten eigene Teleskope, Ferngläser oder Kameras mit speziellen Filtern mitgebracht, andere verfolgten das Naturschauspiel mit Sonnenfinsternisbrillen. Die waren offenbar gefragt: In Ingolstadt und Umgebung seien sie bereits seit einigen Tagen vielerorts ausverkauft gewesen.

Dynowski hatte einen kleinen Refraktor, eine Astrokamera und ein Notebook dabei. Ein spezieller Herschelkeil ermöglichte die sichere Beobachtung der Sonne. Auf dem Bildschirm konnte sie den Verlauf direkt verfolgen und immer wieder fotografisch festhalten. Auf den ersten Aufnahmen sind sogar Sonnenflecken auf der Sonnenscheibe zu erkennen.

Bei der größten Bedeckung waren in Ingolstadt rund 88 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Kurz danach kam noch der Zufall ins Spiel: Ein Flugzeug zog genau durch Dynowskis Bildausschnitt und vor der schmalen verbliebenen Sonnensichel vorbei.

So wurde die Beobachtung auf den Feldern bei Gerolfing für die zahlreichen Himmelsbeobachter zu einem besonderen gemeinsamen Erlebnis – und für Dynowski entstand eine Aufnahme, die diesen Abend wohl noch lange in Erinnerung halten wird.

Fotos: Janina Dynowski

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