Ingolstadts Kreativwirtschaft nutzt KI souverän, quer durch Branchen und Generationen
In Ingolstadts Kreativwirtschaft ist künstliche Intelligenz nicht Zukunft, sondern Gegenwart. Fast jeder Zweite setzt sie regelmäßig ein, und das quer durch alle Altersgruppen. Das zeigt eine Umfrage des städtischen Wirtschaftsreferats vom Juli 2026. Die Stimmung ist überwiegend offen und neugierig, ablehnende Stimmen sind die Ausnahme.
An der Befragung beteiligten sich 60 Kreativschaffende aus nahezu allen Branchen. Am häufigsten genutzt werden Sprachmodelle und Chatbots, gefolgt von Werkzeugen für die Bildgenerierung. Im Alltag hilft KI vor allem beim Recherchieren, beim Formulieren, bei Bild- und Grafikentwürfen und beim Entwickeln neuer Konzepte, also gerade in der frühen, ideenreichen Phase der Arbeit. Dass es vielen ernst ist, zeigt sich auch an der Zahlungsbereitschaft: Wer KI regelmäßig nutzt, investiert meist auch, gut drei Viertel dieser Gruppe nutzt Bezahlversionen.
Gefragt nach Hürden und offenen Punkten, nennen die Befragten vor allem die Verlässlichkeit der Ergebnisse und den Umgang mit Urheberrecht und Datenschutz. Grundsätzliche Vorbehalte treten dagegen zurück. Ethische Bedenken oder die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz spielen eine spürbar kleinere Rolle. Im Vordergrund stehen die praktischen Fragen des Arbeitsalltags, nicht die grundsätzlichen.
Ein Ergebnis überrascht: KI ist keine Frage des Alters. Nicht die Jüngsten sind die aktivsten Nutzer, vielmehr greift in allen Altersgruppen etwa die Hälfte regelmäßig darauf zurück. Das Klischee, KI sei etwas für die junge, technikaffine Generation, bestätigt sich hier nicht.
„Die Kreativwirtschaft zeigt, wie souverän man mit KI umgehen kann. Sie nutzt die Technik dort, wo sie echten Nutzen bringt, und benennt die offenen Fragen.“
Marcel Aigner, Clustermanager Kreativwirtschaft
Wie konkret die Szene denkt, zeigen die offenen Antworten. KI ist für viele „nicht mehr wegzudenken“ und ein „echter Produktivitätsgewinn“, zugleich benennen die Befragten konkrete Vorbehalte, von Compliance-Fragen bis zur schwierigen Lizenzierung KI-generierter Werke. Kein oberflächliches Ausprobieren, sondern fachkundiger Umgang mit Chancen und Grenzen.
Was bleibt, ist ein klarer Wunsch nach Weiterbildung und Austausch, am liebsten praxisnah und am Abend. Die Wirtschaftsförderung greift ihn auf, erste Veranstaltungen sind für Herbst 2026 und Frühjahr 2027 geplant.
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Pressestelle Stadt Ingolstadt

