Am Montag, den 03.08.2026, ist eine Rentnerin in Ingolstadt Opfer eines Schockanrufs geworden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wie die Polizei mitteilt, erhielt die über 80-Jährige gegen 16.30 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Dieser gab an, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse zur Abwendung einer sofortigen Haftstrafe eine hohe Kaution zahlen.
Gegen 17.00 Uhr übergab die Seniorin daraufhin rund 50.000 Euro an einen bislang unbekannten Täter. Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen, die im Bereich Kopernikusstraße / Richard-Wagner-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, circa 175 cm groß, etwa 25 Jahre alt, schlank, bekleidet mit einem weiß-beigen T-Shirt, einer langen blauen Jeans und einer Schirmkappe.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-0 bei der Kriminalpolizei Ingolstadt zu melden.
Die Polizei rät zur Vorsicht vor dieser Betrugsmasche:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie unsicher sind, wer anruft, oder sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an – das machen nur Betrüger. Im Zweifel selbst die 110 wählen, aber nicht über die Rückruftaste.
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.
- Sprechen Sie am Telefon nie über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
- Sprechen Sie auch mit Angehörigen über diese Betrugsmasche und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.

