Das Schurkenstück des Jungen Theaters Ingolstadt schafft es in die Longlist von AUGENBLICK MAL!
Ein besonderer Erfolg für das Junge Theater Ingolstadt: Aus insgesamt 222 eingereichten Inszenierungsvorschlägen für AUGENBLICK MAL! wurden 11 Kindertheaterstücke und 10 Jugendproduktionen für die Longlist ausgewählt. Die Stückentwicklung „Ausgebrochen böse – ein Schurkenstück“ gehört zu den ausgewählten Produktionen und hat damit eine wichtige Hürde auf dem Weg zum renommierten Festival genommen.
Im Mittelpunkt des Stücks steht die Faszination des Bösen und die Frage nach den Grenzen zwischen Gut und Böse: Macht Strafe Sinn? Können Menschen dadurch verändert werden? Wer entscheidet, was böse ist? Werden Bösewichte bereits als solche geboren?
Die Handlung zeigt, dass die Welt nicht nur aus Schwarz und Weiß besteht. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, die ihn prägt. Niemand ist ausschließlich gut oder böse – vielmehr trägt jeder Mensch unterschiedliche Seiten in sich.
Um diesen Fragen nachzugehen, hat das Team des Jungen Theaters intensiv recherchiert. Dazu gehörten Besuche von Gerichtsverhandlungen und Einblicke in eine forensische Einrichtung, die in vielen Bereichen einem Gefängnis ähnelt.
Da sich das Stück an junge Menschen ab acht Jahren richtet, wurden diese in die Entwicklung einbezogen. Gemeinsam mit den „Chaospanthern“ und einer Patenklasse setzte sich das Produktionsteam mit Fragen auseinander wie: Was ist gut? Was ist böse? Wo liegen Grenzen? Können Menschen sich verändern? Die Perspektiven der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer flossen in den Entstehungsprozess ein.
Die „Chaospanther“ sind der Kinder- und Jugendbeirat des Jungen Theaters Ingolstadt. Sie begleiten Produktionen, besuchen Proben, diskutieren mit den Theatermacherinnen und Theatermachern und geben Rückmeldungen aus Sicht des jungen Publikums.
AUGENBLICK MAL! ist das bundesweite Festival des Theaters für junges Publikum in Deutschland und zählt zu den wichtigsten Plattformen für Kinder- und Jugendtheater. Das Festival findet seit 1991 alle zwei Jahre in Berlin statt und wird vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ) gemeinsam mit Berliner Kooperationspartnern veranstaltet.
Nun heißt es Daumen drücken: „Ausgebrochen böse – ein Schurkenstück“ gehört zu den 21 Produktionen, die aus 222 Vorschlägen die erste Auswahlrunde erreicht haben. Damit zählt die Ingolstädter Produktion bereits zu den bemerkenswerten Arbeiten des aktuellen Kinder- und Jugendtheaters. (HaGa)
Foto: Stadttheater Ingolstadt

