Anzeige

Die Zukunft fest im Blick

Patrick Schmidt über seinen Start als Bürgermeister und seine Pläne für Wettstetten

Ankommen mit Verantwortung

Mit der Vereidigung am 13. Mai begann für Patrick Schmidt ein neuer Lebensabschnitt. Bereits nach dem ersten Wahlgang ahnte er, dass aus der Kandidatur mehr werden könnte. „Als stimmenstärkster Bewerber wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich der nächste Bürgermeister werden könnte.“ Nach der Stichwahl folgte die Gewissheit – und mit ihr die Verantwortung für rund 5.500 Bürgerinnen und Bürger in Wettstetten und Echenzell. „Bürgermeister zu sein ist kein Titel, sondern Verantwortung.“ Besonders bewegt ihn, dass er die Gemeinde gestalten darf, in der er selbst aufgewachsen ist. „Meiner Aufgabe begegne ich mit großem Respekt, aber auch mit viel Zuversicht und Freude.“

Sein Anspruch habe sich durch den Wechsel ins Rathaus nicht verändert. „In der Kommunalpolitik muss die Sache im Mittelpunkt stehen und nicht die Parteizugehörigkeit.“ Sein Wahlkampf sei bewusst sachorientiert gewesen. Auch als Bürgermeister wolle er zuhören und Entscheidungen zum Wohl der gesamten Gemeinde treffen. Die Vielfalt des Amtes habe ihn überrascht: Bauprojekte, Personal, Vereine oder Spielplätze – kaum ein Tag gleiche dem anderen. Rückhalt gebe ihm die Zusammenarbeit mit Rathaus, Landrat und Bürgermeisterkollegen.

Mit Augenmaß in die Zukunft

Die größte Herausforderung sieht Schmidt in der finanziellen Handlungsfähigkeit der Gemeinde. Wettstetten und Echenzell seien gut aufgestellt, doch: „Gerade deshalb dürfen wir uns nicht zurücklehnen, sondern müssen die Gemeinde vorausschauend weiterentwickeln.“ Dafür müssten Mittel effizienter eingesetzt und neue Einnahmen geschaffen werden. Eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit und passende Gewerbeansiedlungen sollen dazu beitragen. Offen zeigt er sich für innovative Unternehmen, sofern sie zur Gemeinde passen.

Vorrang haben Investitionen in Feuerwehr, Straßen, Wasser und Kanal. Gleichzeitig will Schmidt das Ehrenamt stärken. „Unsere Vereine leisten mit vergleichsweise geringen Mitteln einen enormen Beitrag für das gesellschaftliche Leben.“ Sparen bedeute für ihn, Steuergeld verantwortungsvoll einzusetzen. Beim Verkehr setzt er auf einen Shuttlebus für das Seniorenzentrum, mehr Verkehrssicherheit, Tempo 30 an geeigneten Stellen und ein langfristiges Konzept zur Verkehrsberuhigung.

Heimat gemeinsam gestalten

Für Patrick Schmidt entsteht Heimat durch Gemeinschaft. Vereine und Ehrenamt seien das Herzstück des Gemeindelebens und verdienten weiterhin Unterstützung. Besonders wichtig ist ihm die Beteiligung junger Menschen. Gemeinsam mit Schulen, Kindergärten und Jugendtreff sollen neue Mitwirkungsmöglichkeiten entstehen. „Wer früh erlebt, dass seine Meinung zählt, identifiziert sich stärker mit seiner Heimatgemeinde.“

Auch die Ortsmitte soll durch mehr Begrünung und Aufenthaltsqualität aufgewertet werden. Geplant sind außerdem ein seniorengerechtes Quartiersmanagement sowie eine digitale Meldeplattform für Schäden und Verbesserungsvorschläge. Bürgernähe bedeutet für Schmidt Erreichbarkeit – durch regelmäßige Bürgersprechstunden und Informationen in den sozialen Medien. „Dabei geht es mir nicht um Selbstdarstellung, sondern um Transparenz.“

Nicht jede Entscheidung werde Zustimmung finden. „Nicht jedes Anliegen lässt sich erfüllen. Offenheit schafft Vertrauen.“ Am Ende seiner Amtszeit möchte Schmidt nicht an begonnenen Projekten gemessen werden, sondern daran, „ob Wettstetten und Echenzell ein Stück lebenswerter geworden sind“ – mit soliden Finanzen, einer starken Infrastruktur und einem lebendigen Zusammenhalt. „Wenn die Menschen am Ende sagen: Er hat zugehört, Verantwortung übernommen, verlässlich gehandelt und unsere Gemeinde mit Augenmaß weiterentwickelt, dann hätte ich mein Ziel als Bürgermeister erreicht.“

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: