In der Reihe „SamstagOrgel“ sorgt am Samstag, 18. Juli 2026, um 12 Uhr im Ingolstädter Liebfrauenmünster ein international gefeierter Nachwuchsstar für besondere Aufmerksamkeit: Die kroatische Organistin Tea Kulaš ist derzeit in den sozialen Medien ebenso präsent wie auf den Konzertpodien Europas – und nun erstmals an der Großen Orgel des Münsters zu erleben.
Ihr Programm verbindet romantische Klangarchitektur mit virtuoser Ausdruckskraft und führt durch drei eindrucksvolle Werke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Felix Mendelssohn Bartholdys Orgelsonate A-Dur op. 65/3 eröffnet das Konzert mit majestätischer Klarheit und lyrischer Innigkeit. Das Werk zählt zu den zentralen Beiträgen der romantischen Orgelmusik und vereint formale Strenge mit sanglicher Eleganz.
Mit Franjo Dugans Praeludium und Fuge f-Moll folgt ein selten zu hörendes Werk der kroatischen Orgelliteratur. Kraftvolle Dramatik und kontrapunktische Dichte prägen diese Musik, die zugleich eine spannende Erweiterung des klassischen Repertoires darstellt.
Den Abschluss bildet César Francks Choral III a-Moll FWV 40 – ein Meisterwerk von großer innerer Spannung und klanglicher Tiefe. In seiner Verbindung von architektonischer Geschlossenheit und expressiver Freiheit gehört es zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der romantischen Orgelliteratur.
Tea Kulaš, 1994 in Zadar geboren, zählt zu den vielversprechendsten Organistinnen ihrer Generation. Bereits früh begann ihre musikalische Ausbildung als Pianistin, ergänzt durch Studien in Musiktheorie, Orgel und sogar zeitgenössischem Tanz. Ihr Studium an der Musikakademie Zagreb schloss sie 2018 mit Auszeichnung ab; ein Erasmus-Stipendium führte sie anschließend an die Kunstuniversität Graz zu Gunther Rost.
Mittlerweile gastiert sie auf renommierten internationalen Orgelfestivals und tritt sowohl solistisch als auch gemeinsam mit Orchestern und Chören auf. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Wappen der Stadt Zadar als internationale Botschafterin für Kunst und Kultur. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement, mit innovativen und unkonventionellen Formaten gezielt ein junges Publikum für die Orgel zu begeistern – ein Ansatz, der auch in den sozialen Medien große Resonanz findet.
Der Eintritt bleibt bewusst niedrig: 5 Euro. Karten gibt es an der Tageskasse (nur Barzahlung), geöffnet 30 Minuten vor Konzertbeginn. Der Zugang erfolgt über den Eingang Bergbräustraße gegenüber der Münster-Tiefgarage.
Weitere Informationen zum Programm sind online unter www.samstagorgel.de verfügbar. Die „SamstagOrgel“ steht für musikalische Vielfalt, internationale Gäste und besondere Konzerterlebnisse – mitten im Herzen Ingolstadts.
Bildrechte: Tea Kulaš – photo by Aleksey Vylegzhanin
Pressestelle Freunde der Musik am Münster e.V.
