Die AOK-Direktion Ingolstadt hat gemeinsam mit der MBDA Deutschland GmbH am 30. Juni in Schrobenhausen eine Veranstaltung zum Thema seelische Gesundheit durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Sensibilisierung für mentale Gesundheit sowie der Umgang mit psychischen Belastungen im Berufs- und Privatleben.
Den Auftakt bildete der Vortrag „Gesunder Umgang mit Stress: Ursachen verstehen und Bewältigungsstrategien kennenlernen“ von Julia Brandl von neon – Prävention und Suchthilfe GmbH. Die Referentin erläuterte Ursachen von Stress und stellte Möglichkeiten vor, die psychische Gesundheit im Alltag zu stärken.
Anschließend wurde die Dokumentation über den ehemaligen Skispringer Sven Hannawald gezeigt. Der Film erzählt von seinen sportlichen Erfolgen, seinem Burnout und dem Weg zurück in ein gesundes Leben. Neben Hannawald kommen darin Wegbegleiter und Experten zu Wort.
„Darüber hinaus möchten wir durch unsere Kampagne ‚Seelenstark‘ gemeinsam mit unserem Botschafter Sven Hannawald für das Thema mentale Gesundheit sensibilisieren“, sagte Ulrich Resch, Direktor bei der AOK-Direktion Ingolstadt.
Die Veranstaltung ist Teil der Initiative „Seelenstark“, mit der die AOK Bayern ihre Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit bündelt. Hintergrund ist die stetige Zunahme psychischer Erkrankungen und der damit verbundenen Fehlzeiten. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt die AOK Bayern Unternehmen, die sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzen.
Wie wichtig das Thema ist, zeigen aktuelle Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen litten im Jahr 2023 insgesamt 11,72 Prozent der Bevölkerung an Depressionen. Bayernweit lag der Anteil bei 11,97 Prozent, bundesweit bei 12,12 Prozent. „Auffällig sind die großen Unterschiede innerhalb Bayerns: So lag der Anteil der Betroffenen zwischen 15,9 Prozent in Kronach und 9,2 Prozent in Erlangen“, sagte Ulrich Resch, Direktor bei der AOK in Ingolstadt. „Viele Menschen, die aktuell in einem Tief stecken, scheuen sich jedoch noch immer, Hilfe zu suchen. Wir setzen uns daher dafür ein, den Betroffenen mit leicht zugänglichen und innovativen Angeboten zur Seite zu stehen.“
Lange Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen
Psychische Erkrankungen wirken sich zunehmend auch auf die Arbeitswelt aus. „2024 erkrankten im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 10,4 AOK-versicherte Beschäftigte je 100 Versicherte an psychischen Erkrankungen, 2014 waren es noch 8,2. Das bedeutet einen Anstieg um 27 Prozent“, so Ulrich Resch.
Um Unternehmen bei der Förderung der seelischen Gesundheit ihrer Beschäftigten zu unterstützen, bietet die AOK Bayern im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedene Maßnahmen an. Dazu gehören Angebote aus der Positiven Psychologie, die wissenschaftlich fundierte und praxiserprobte Methoden vermitteln, um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu steigern. Ergänzend helfen Resilienztrainings dabei, belastende Situationen und Herausforderungen im Arbeitsalltag besser zu bewältigen.
Persönlicher Austausch mit Sven Hannawald
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte sich Sven Hannawald den Fragen der Teilnehmenden. In der Gesprächsrunde berichtete er offen über seine Erfahrungen mit psychischen Belastungen und die Bedeutung rechtzeitiger Unterstützung. Beim anschließenden Meet & Greet hatten die Gäste Gelegenheit zum persönlichen Austausch sowie für Fotos und Autogramme.
Diese Offenheit und die Verbindung von fachlichen Informationen mit persönlichen Erfahrungen machten die Veranstaltung zu einem wichtigen Beitrag für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis im Umgang mit psychischer Gesundheit.
Pressestelle AOK Bayern
