SPD-Stadtratsfraktion schlägt kostenlose Sonnencremespender als Baustein des Hitzeaktionsplans vor

Nachdem die SPD-Stadtratsfraktion erst in dieser Woche eine Bilanz zur Umsetzung des Hitzeaktionsplans der Stadt Ingolstadt eingefordert hat, legt sie nun einen weiteren konkreten Vorschlag für den Schutz der Bevölkerung vor. Mit einem Stadtratsantrag regt die Fraktion an, an geeigneten Standorten kostenlose Sonnencremespender aufzustellen. Die Finanzierung soll nach Möglichkeit über Sponsoren erfolgen.

Angesichts zunehmender Hitzewellen infolge des Klimawandels gewinnt nach Auffassung der SPD-Fraktion auch der Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung immer mehr an Bedeutung. Kostenlose Sonnencremespender seien eine einfache, niedrigschwellige und zugleich wirksame Präventionsmaßnahme, um Sonnenbrand, langfristige Hautschäden und Hautkrebs vorzubeugen. Andere Städte wie Augsburg, Hamburg oder Coburg haben entsprechende Angebote bereits eingeführt.

„Mit unserer Anfrage zum Hitzeaktionsplan haben wir deutlich gemacht, dass Hitzeschutz mehr sein muss als ein Konzept auf dem Papier. Jetzt schlagen wir mit den Sonnencremespendern eine ganz konkrete Maßnahme vor, die den Menschen unmittelbar zugutekommt. Wer sich im Sommer im Freien aufhält, soll unkompliziert die Möglichkeit haben, sich vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Das ist ein kleiner Aufwand mit einem großen gesundheitlichen Nutzen“, erklärt Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Initiatorin des Antrags und Sprecherin der SPD-Fraktion im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Stiftung und Familien.

Nach Vorstellung der SPD-Fraktion soll zunächst geprüft werden, ob ein Pilotprojekt an frequentierten und betreuten Standorten umgesetzt werden kann. Als mögliche Orte nennt die Fraktion unter anderem das Freibad, den Außenbereich der Donautherme, Bezirkssportanlagen sowie den Baggersee – beispielsweise im Bereich der Wasserwacht, des Kiosks oder des Minigolfplatzes während der jeweiligen Betriebszeiten und in Abstimmung mit den Betreibern. Auch Freizeiteinrichtungen oder die Tourist Information kommen aus Sicht der SPD als geeignete Standorte in Betracht.

„Der Klimawandel verlangt von den Kommunen, Gesundheitsschutz neu zu denken. Neben Schattenplätzen, Trinkwasserangeboten und Begrünungsmaßnahmen gehören auch niedrigschwellige Präventionsangebote dazu. Sonnencremespender können das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Hitze und UV-Strahlung stärken und sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung unseres kommunalen Hitzeschutzes“, betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nadine Praun.

Die erforderlichen finanziellen Mittel hält die SPD-Fraktion für überschaubar. Zudem soll geprüft werden, ob sich Krankenkassen, Apotheken, dermatologische Praxen oder regionale Unternehmen als Sponsoren gewinnen lassen.

Mit dem Antrag möchte die SPD-Stadtratsfraktion den Hitzeaktionsplan der Stadt um einen weiteren praxisnahen Baustein ergänzen. Ziel sei es, die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzeperioden abzumildern und das Bewusstsein für wirksamen Sonnenschutz in der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

SPD Stadtratsfraktion Ingolstadt

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