SPD: Kein „Lost Place“ am Theaterplatz – Sanierung des Hämer-Buro-Baus jetzt mit Hochdruck vorantreiben

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf, umgehend realistische Perspektiven für eine abschnittsweise Sanierung des Hämer-Buro-Baus zu entwickeln und umzusetzen. Mit einem entsprechenden Antrag setzt sich die Fraktion dafür ein, dass längere Leerstände des Gebäudes vermieden und zeitnah konkrete Sanierungsschritte auf den Weg gebracht werden.

Der Hämer-Buro-Bau prägt seit sechs Jahrzehnten das Stadtbild am Theaterplatz und steht für viele Bürgerinnen und Bürger symbolisch für das kulturelle Leben Ingolstadts. Angesichts des inzwischen eingestellten Theaterbetriebs im Großen Haus und der absehbar nur noch bis Sommer 2027 möglichen Nutzung des Festsaals sieht die SPD dringenden Handlungsbedarf.

Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung, betont: „Der Hämer-Buro-Bau ist weit mehr als nur ein Gebäude. Er ist ein prägender Ort der Stadtgeschichte und der kulturellen Identität Ingolstadts. Gerade deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass mitten in unserer Innenstadt ein jahrelanger Leerstand entsteht. Jetzt braucht es einen realistischen Fahrplan für die Zukunft des Hauses.“

Die SPD fordert deshalb die Entwicklung eines schrittweisen Sanierungskonzepts sowie die Prüfung verschiedener technisch möglicher Sanierungsvarianten. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen auf die Nutzbarkeit des Gebäudes, die zeitliche Umsetzbarkeit, die Kosten, die Förderfähigkeit sowie technische und finanzielle Risiken transparent dargestellt werden.

Nadine Praun, Sprecherin der SPD im Ausschuss für Kultur und Bildung, erklärt: „Der Stadtrat braucht belastbare Entscheidungsgrundlagen. Wir wollen nicht nur wissen, was wünschenswert wäre, sondern auch, welche Sanierungsschritte tatsächlich umsetzbar sind. Deshalb müssen verschiedene technische Varianten untersucht und nachvollziehbar bewertet werden. Nur so können wir verantwortungsvolle Entscheidungen treffen.“

Besonders wichtig ist der SPD-Fraktion, dass das Gebäude auch während einer Sanierungsphase möglichst genutzt werden kann. Die Überlegungen, Werkstätten zunächst am Standort zu belassen, werden ausdrücklich begrüßt. Ebenso müsse die Aufenthaltsqualität auf dem Theaterplatz erhalten bleiben.

Darüber hinaus fordert die Fraktion, alle Möglichkeiten zu prüfen, den Festsaal möglichst bald wieder zumindest in eingeschränktem Umfang nutzbar zu machen. Vereine, Kulturträger, Initiativen und Veranstalter seien auch künftig auf attraktive und bezahlbare Veranstaltungsräume in der Innenstadt angewiesen.

„Mit dem Theater am Glacis haben wir für die kommenden Jahre eine Übergangslösung für den Spielbetrieb. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Zukunft des Hämer-Buro-Baus auf unbestimmte Zeit vertagt wird“, so Praun weiter. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen.“

Der Fraktionsvorsitzende Quirin Witty fordert zudem, frühzeitig Gespräche mit der Regierung von Oberbayern und dem Freistaat Bayern über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten aufzunehmen. „Wir wissen, dass die finanzielle Situation der Stadt angespannt ist. Gerade deshalb brauchen wir einen realistischen, schrittweise umsetzbaren Ansatz und müssen alle Fördermöglichkeiten konsequent ausschöpfen. Nichtstun wäre am Ende die teuerste Lösung.“

Die SPD spricht sich außerdem für eine regelmäßige Berichterstattung an den Stadtrat und die zuständigen Ausschüsse aus.

„Jetzt geht es nicht um weitere Grundsatzdebatten, sondern um konkrete Schritte“, fasst Witty zusammen. „Wir wollen verhindern, dass am Theaterplatz ein Lost Place entsteht. Unser Ziel ist ein klarer Fahrplan, der Nutzung, Erhalt und Sanierung des Hämer-Buro-Baus miteinander verbindet.“

Pressestelle SPD Stadtratsfraktion Ingolstadt

Foto: IN-direkt Archiv-Hartmann

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