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Großeinsatz nach Ammoniakaustritt abgeschlossen

Gestern gegen 18:45 Uhr wurde die Feuerwehr Ingolstadt zu einem Ammoniakaustritt in einem Betrieb in der Scheelestraße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war deutlicher Ammoniakgeruch wahrnehmbar. Alle Mitarbeiter der betroffenen Firmen hatten die Gebäude bereits verlassen und sich ins Freie begeben.

Ein erster Erkundungstrupp stellte einen massiven Gasaustritt fest. Aufgrund der hohen Konzentration des Gefahrstoffs war ein weiteres Vordringen in das Gebäude zunächst nicht möglich. Ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen konnten Atemschutztrupps das Gebäude betreten, die Lage erkunden und die Ursache des Austritts lokalisieren.

Parallel dazu wurden umfangreiche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Mehrere Großlüfter der Werkfeuerwehr Audi kamen zum Einsatz, um das weitläufige Objekt zu belüften. Zahlreiche Einsatzkräfte öffneten Türen, Tore und Fenster, um eine möglichst effektive Ventilation zu ermöglichen. Zusätzlich wurde mit großen Wassermengen versucht, das austretende Ammoniak zu binden und die Ausbreitung der Gaswolke zu reduzieren.

Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung wurden Gebäude entlang der Ida-Noddack-Straße vorsorglich evakuiert. Die Polizei sperrte das Einsatzgebiet weiträumig ab. Über Warn-Apps sowie die Social-Media-Kanäle der Einsatzorganisationen wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie den betroffenen Bereich zu meiden.

Die Lüftungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund der erheblichen Menge des ausgetretenen Ammoniaks sowie der Größe des Objekts sehr aufwendig und dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Erst danach konnte die Einsatzstelle schrittweise zurückgebaut werden.

Nach aktuellem Stand wurden sieben Mitarbeiter in umliegende Krankenhäuser gebracht, weitere 13 Personen vor Ort betreut. Während des Einsatzes mussten zudem insgesamt elf Einsatzkräfte rettungsdienstlich versorgt und behandelt werden. Ein Feuerwehrangehöriger wurde zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus transportiert.

An dem Großeinsatz waren rund 160 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 51 Helferinnen und Helfer des Rettungs- und Sanitätsdienstes sowie zahlreiche Kräfte der Polizei beteiligt. Der Rettungs- und Sanitätsdienst war mit 24 Fahrzeugen vor Ort. Im Einsatz standen die Berufsfeuerwehr Ingolstadt, mehrere Freiwillige Feuerwehren aus dem Stadtgebiet, die Freiwilligen Feuerwehren aus Manching und Kösching, die Werkfeuerwehr Audi, der Rettungsdienst mit Sanitätseinsatzleitung, Notärzten und Rettungswagen sowie die Polizei.

Amt für Brand-und Katastrophenschutz

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