„Coronahelden 2020 – Kostenfaktor 2026?“: Protest vor dem Klinikum

ver.di und Beschäftigte des Klinikums Ingolstadt warnen mit einer Protestaktion vor Personalabbau und einer Verschlechterung der Patientenversorgung

Mit selbst gestalteten Plakaten und einer aktiven Mittagspause haben Beschäftigte des Klinikums Ingolstadt am Dienstag gegen die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen protestiert. Zu der Aktion vor dem Haupteingang hatten die Gewerkschaft ver.di und der Betriebsrat aufgerufen.

Auf den Schildern machten die Teilnehmer ihrem Unmut deutlich Luft. Aufschriften wie „2020 Coronahelden – 2026 Kostenfaktor“, „Pflege am Limit – Politik im Leerlauf“, „Unter Warken wird Wertschätzung zur Erinnerung“ oder „Eure Wertschätzung war ein Verfallsdatum“ spielten auf die Anerkennung an, die Pflegekräfte während der Corona-Pandemie erfahren hatten. Nach Ansicht der Demonstrierenden droht diese Wertschätzung angesichts der aktuellen Sparpläne verloren zu gehen.

Mit der Protestaktion wandten sich die Beschäftigten gegen die von der Bundesregierung geplanten Änderungen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflege. ver.di befürchtet, dass die Reformen zu Personalabbau und einer Verschlechterung der Patientenversorgung führen könnten. Die Kundgebung in Ingolstadt war Teil bundesweiter Proteste anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern.

Foto: Eva Bulling-Schröter

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