„…gehen oder bleiben“ : Ausstellung von Amelie Meyer

Die in Ingolstadt bestens bekannte Malerin Amelie Meyer lud zur Vernissage ihrer aktuellen Ausstellung in die Städtische Galerie Harderbastei ein. Die große Zahl kunstbegeisterter Besucherinnen und Besucher, die dieser Einladung am Sonntag, 7. Juni, folgte, zeigte, wie sehr die charmante Künstlerin in Ingolstadt bekannt und geschätzt wird. Bemerkenswert war, dass Amelie Meyer es sich nicht nehmen ließ, jede Besucherin und jeden Besucher am Eingang persönlich mit einigen freundlichen Worten zu begrüßen.

Ihre Ausstellung, die im Rahmen der BBK-Reihe „Kunststücke“ präsentiert wird, verweist auf existenzielle Fragen: Was hält uns fest, was bewegt uns zum Aufbruch? Sie kreist um Themen wie Weitergehen, Begegnungen, Lebenswege und ständige Veränderung. Bemerkenswert ist, dass Meyer diese Fragen nicht illustrativ, sondern über Farbe, Struktur und Rhythmus verhandelt. Linien kreuzen sich, bündeln sich oder lösen sich wieder auf – als würden sie unterschiedliche Lebenswege sichtbar machen.

Dr. Isabella Kreim ging in ihrer Einführung besonders auch auf die Aspekte von Übergang und Veränderung ein. So könne man in einigen der großformatigen Bilder Kokonformen erkennen, deren Bestimmung es sei, sich zu verwandeln oder aufzulösen. Sie trügen ein „Werden im Verborgenen“ in sich – geheimnisvoll und nicht vollständig einsehbar. In ihren Werken folgt Amelie Meyer der Erkenntnis, dass alles im Wandel begriffen ist – im Wechselspiel von Leichtigkeit und Schwere, Lärm und Stille, Vehemenz und Behutsamkeit.

Die in Ingolstadt sehr aktive Künstlerin lebt in Walding bei Reichertshofen. Sie studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Günther Förg. Seit 2004 ist sie Mitglied im BBK und stellt regelmäßig im süddeutschen Raum aus.

Die Ausstellung ist bis 28. Juni jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Städtischen Galerie Harderbastei zu besichtigen.

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