GKV Stabilisierungsgesetz gefährdet unsere Gesundheit

Beschäftigte des Krankenhäuser Kliniken im Naturpark Altmühltal appellieren an Abgeordnete: Schützen Sie uns Beschäftigte und die Krankenhausversorgung!

Beschäftigte der Krankenhäuser Kliniken im Naturpark Altmühltal und BRK Eichstätt haben heute gegen die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen protestiert. »Das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung wird dramatische Auswirkungen auf die Versorgung haben – auch in unserer Region«, sagte Gewerkschaftssekretärin Merle Pisarz »Der Bundestag darf es so auf keinen Fall beschließen. Das haben wir auch den Abgeordneten unmissverständlich klargemacht, die unsere Interessen in Berlin vertreten sollen.«

Im Rahmen des bundesweiten »Klinikaufstands« machten die Beschäftigten bei einer Fotoaktion vor dem Krankenhaus deutlich, dass sie sich wehren werden, wenn die in den vergangenen Jahren erreichten Erfolge zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen rückabgewickelt werden sollen. »Es geht um viel, für uns als Beschäftigte im Gesundheitswesen, für die Patientinnen und Patienten und für alle gesetzlich Versicherten«, betonte Personalrätin Sieglinde Steib »Anders als die Bundesgesundheitsministerin wissen wir um die Bedeutung einer guten Gesundheitsversorgung und wir kennen den Wert unserer Arbeit. Wir erwarten Respekt und wir wollen gute Arbeitsbedingungen. Nur so kann die Berufsflucht gestoppt werden.«

»Statt Zuzahlungen zu erhöhen, Leistungen zu kürzen und Personal abzubauen muss die Bundesregierung die gesetzliche Krankenversicherung endlich auf eine solide finanzielle Grundlage stellen.« ver.di schlägt unter anderem vor, versicherungs-fremde Leistungen aus Steuern zu bezahlen, was die GKV allein bei der Absicherung von Bürgergeldbeziehenden um rund zwölf Milliarden Euro entlasten würde. »Die Einbeziehung aller Einkommensarten, inklusive hoher Mieteinnahmen und Aktiengewinne, in die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung würde diese dauerhaft stabilisieren. Das wäre eine mutige Reform, die diesen Namen verdient«, so Gewerkschaftssekretärin Merle Pisarz. „Der Bundestag müsse die Kürzungspläne stoppen und eine Kehrtwende in der Gesundheitspolitik einleiten. »Jetzt sind die Abgeordneten gefragt, das Richtige zu tun. Daran werden wir sie in den kommenden Wochen immer wieder erinnern.«

Pressestelle ver.di Bezirk Ingolstadt

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