Am renaturierten Treidelweg brütet der Flussregenpfeifer – Brutgebiet auf der Insel bitte nicht betreten
Die Renaturierung des Donauufers entlang des Treidelwegs zeigt erste erfreuliche Ergebnisse. Auf der neu angelegten Donauinsel hat sich ein Flussregenpfeifer-Paar niedergelassen und wird in Kürze mit dem Brutgeschäft beginnen. Die Ansiedlung des kleinen Vogels ist eine große Erfolgsgeschichte. Denn es handelt sich um eine Leitart, die sich nur an offenen Kiesflächen in intakten Flussbereichen niederlässt.
Da der Flussregenpfeifer auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht und seine Bestände rückläufig sind, hat das Umweltamt umgehend reagiert und Maßnahmen zum Schutz während der Brutzeit ergriffen. Damit die seltenen Vögel möglichst ungestört ihren Nachwuchs großziehen können, ist es wichtig, dass weder Menschen noch Hunde zu nahekommen. Deshalb hat das Umweltamt am Donnerstag, 21. Mai, um das Brutgebiet herum Schilder angebracht, die darauf hinweise, dass der Bereich nicht betreten werden darf. Auch Lagerfeuer im Umfeld sind nicht gestattet. Das Betretungsverbot ist in § 44 (Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten) im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geregelt.

Gerade auch im Hinblick auf das bevorstehende Pfingstwochenende möchte das Umweltamt Ausflügler sensibilisieren und bittet darum, Rücksicht auf die streng geschützte Vogelart zu nehmen. Zudem werden Naturschutzwächter vor Ort die Einhaltung der Beschränkungen überwachen. Ziel ist es, dass Mensch und Tier gemeinsam von dem renaturierten Bereich profitieren. Bei dem während der Brutzeit abgesperrten Areal handelt es sich nur um ein Teilstück des renaturierten Donauufers. Erholungssuchenden, die die Natur genießen möchten, stehen weitläufige Uferbereiche zur Verfügung.
Das Treidelwegufer wurde von 2024 bis 2025 durch das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt auf einer Länge von etwa 400 Metern zurückgebaut und renaturiert. Ziel ist es, die Lebensraumvielfalt zu erhöhen und die naturbelassene Inselfläche als Rückzugsraum für Tier- und Pflanzenarten zu gestalten. Darüber hinaus soll die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit der Donau für die Bevölkerung verbessert werden.
Pressestelle Stadt Ingolstadt
TitelFoto: IN-direkt/Hartmann
