Kunst, die Fragen aufwirft – Judith Hopfs „Pennys“ 

Anlässlich des Internationalen Museumstags, der weltweit am 18. Mai begangen und in Deutschland traditionell an einem Sonntag gefeiert wird, lud das Alf Lechner Museum zur Vernissage der Ausstellung „Pennys“ von Judith Hopf ein.  Zur besonderen Freude des künstlerischen Leiters und Kurators Dr. Dominik Bais war Judith Hopf persönlich anwesend – eine Künstlerin, deren Werk ihn bereits während seines Studiums beeindruckt hatte. Kulturreferent Marc Grandmontagne begrüßte die Gäste im dicht gefüllten Raum und dankte der Künstlerin im Namen der Stadt mit einem Blumenstrauß. 

In den großzügigen Räumen begegnet man Reifen, Mauern, Kugeln und Koffern – Motiven, die Stabilität oder Mobilität suggerieren, sich in den Arbeiten der Künstlerin jedoch anders verhalten als erwartet. Sie entziehen sich ihrer gewohnten Funktion und werden zu irritierenden, unzuverlässigen Artefakten: ein Koffer aus Ziegelsteinen, eine Mauer, die sich öffnet, oder Reifen, die ihr Gleichgewicht verlieren. Die Ausstellung hält Momente fest, in denen etwas ins Rollen geraten könnte – oder zum Stillstand kommt.

Auch der Titel „Pennys“ verweist auf Bewegung und Wertverschiebung. Pennys sind kleine Münzen, die ständig zwischen Händen, Taschen und Kassen zirkulieren.  Oft bleiben sie übrig, wenn das große Geld längst ausgegeben ist. So öffnet die Ausstellung einen Blick auf Dinge, die scheinbar nebensächlich sind, aber Fragen nach Wert, Funktion und Bedeutung aufwerfen.

Judith Hopf befasst sich in ihren Arbeiten mit prägenden Aspekten des Alltags. Ihre Werke – Skulpturen, Zeichnungen und Kurzfilme – werden international in Galerien und Museen gezeigt, unter anderem auf der DOCUMENTA und im New Museum in New York.

Die Ausstellung ist bis 11. April 2027 jeweils donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. (HaGa)

FF

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: