Ein Abend, der klar macht, worauf es ankommt:
Menschen, die Platz nehmen – und Verantwortung übernehmen. Am 5. Mai hat das Stadttheater Ingolstadt im Theater am Glacis seine Stuhlpaten gewürdigt und ihnen einen unterhaltsamen Abend gewidmet.
Das Prinzip war bewusst einfach gehalten: Wer einen Stuhl gestiftet hat, konnte ihn an diesem Abend selbst einnehmen. Kultur erleben und zugleich den eigenen Platz im neuen Haus kennenlernen – ein Format mit Symbolkraft.
Mehr als 90.000 Euro sind durch die Stuhlpatenschaften bereits zusammengekommen. „Die große Resonanz auf unsere Stuhlpatenschaften ist ein starkes Signal aus der Stadtgesellschaft. Sie zeigt, dass viele Menschen ihrem Stadttheater die Treue halten, sich klar zur Kunst und Kultur bekennen und dass dieses Theater wichtig ist und zu unserer Stadt gehört“, so Intendant Oliver Brunner.

Das Programm des Abends griff das Thema bewusst leicht und zugleich präzise auf:
Musikalische Ausschnitte aus Produktionen wie „Istanbul“, „Die kleine Meerjungfrau“ und „Die Zauberflöte“, präsentiert vom Ensemble und begleitet von Tobi Hofmann und Band, trafen auf Texte aus „Bin nebenan – Monologe für zuhause“ von Ingrid Lausund.
Lausunds Texte richten einen scharfen, oft humorvollen Blick auf das, was Menschen unter „Zuhause“ verstehen – auf Routinen, Sicherheiten und die feinen Risse darunter. Damit korrespondierten sie unmittelbar mit dem Ort des Abends: Das Theater am Glacis wird fürdas Stadttheater zum Zuhause auf unbestimmte Zeit.
Dass dieses Zuhause entsteht, ist Ergebnis eines breiten Engagements. Neben Unternehmen und Institutionen sind es vor allem viele Bürgerinnen und Bürger, die das Projekt tragen.
Einen wichtigen Impuls setzte die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt mit der Spende von 175 Stühlen.
Der Abend machte deutlich: Dieses Theater entsteht nicht nur auf der Bühne – sondern durch die Stadtgesellschaft, die es ermöglicht.
Pressestelle Stadttheater Ingolstadt
