Seitenzauber – Ein Fest für alle Bücherfreunde im Stadttheater

Warum in die Ferne schweifen – das hatten sich Andrea Herb und Frank Schultes überlegt und gingen 2025 das Risiko ein, in Halle 9 die Buchmesse „Seitenzauber“ ins Leben zu rufen. Der Erfolg gab ihnen recht: Die Halle 9 reichte bald nicht mehr aus. Am 2. Mai konnte deshalb das komplette Stadttheater mit 220 Verlagen und Ausstellern bespielt werden. Von Fantasy über Krimis bis hin zu Kinder- und Sachbüchern war alles vertreten.

Auch die Bücherfreunde kamen in großer Zahl – bereits im Vorverkauf wurden 1000 Eintrittskarten verkauft –, sodass an manchen Stellen kaum ein Durchkommen war. Viele Selbstverlage wurden von den Autorinnen und Autoren persönlich vertreten, was zu zahlreichen Gesprächen und direktem Austausch führte.

Frank Schultes erklärte IN-direkt, dass das Stadttheater mit seinen verschiedenen Ebenen der ideale Veranstaltungsort für die Buchmesse sei. Umso dankbarer sei man, dass „Seitenzauber“ 2027 noch einmal dort stattfinden kann.

Doch genau hier liegt das Problem: Mit der vollständigen Schließung des Stadttheaters verliert Ingolstadt nicht irgendeinen Veranstaltungsort, sondern einen zentralen kulturellen Raum. Für die Veranstalter stellt sich nun ganz konkret die Frage, wo solche Formate ab 2028 überhaupt noch eine Heimat finden sollen.Sollte sich kein geeigneter Ersatz finden, droht Ingolstadt eine weitere erfolgreiche Veranstaltung zu verlieren – womöglich an eine andere Stadt. Das wäre mehr als bedauerlich. Es wäre ein weiterer Beleg dafür, welche die Folgen die Theaterschließung alles nach sich zieht. Einmal mehr wird deutlich, was Ingolstadt mit der Schließung des Stadttheaters künftig alles verliert – nicht nur an interessanten kulturellen Angeboten, sondern auch an Einnahmequellen, auf die die Stadt so dringend angewiesen ist. 

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