Der regionale Arbeitsmarkt im April 2026

Arbeitslosigkeit geht erneut leicht zurück

Unser regionaler Arbeitsmarkt steht auch im April weiterhin unter dem Einfluss der aktuellen Krisen und des tiefgreifenden Transformationsprozesses in der Industrie. Dies prägt seit geraumer Zeit die Entwicklung der Beschäftigungslage. Dennoch ging im April die Zahl der arbeitslosen Bürgerinnen und Bürger erneut zurück. Ob dies als vorsichtiges Signal für ein leises Frühlingserwachen gewertet werden kann, bleibt abzuwarten. Saisonale Effekte durch die von der guten Witterung begünstigte Wiederaufnahme der Tätigkeiten in den Außenberufen spielen hier eine Rolle. Insgesamt aber bleibt die Arbeitslosigkeit hoch und die Lage angespannt. Dadurch agieren viele Unternehmen weiterhin zurückhaltend bei Neueinstellungen“, fasst Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt.

Zum Stichtag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 10.412 Personen arbeitslos gemeldet, 347 weniger als noch im März. Vor Jahresfrist waren es 923 weniger. Die Arbeitslosenquote pendelte sich 3,5 Prozent ein, 0,1 Punkte niedriger als zuletzt. Im April 2025 lag sie bei 3,2 Prozent. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Bestand an arbeitslosen Bürgerinnen und Bürgern in einem April zuletzt 2005 höher war.

Ausbildungsmarkt

Am regionalen Ausbildungsmarkt, der sich nach wie vor stabil und aufnahmefähig zeigt, beginnt die heiße Phase. „Viele Unternehmen setzen bewusst auf die Ausbildung junger Menschen, um einem langfristigen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und sich zukunftssicher aufzustellen. Für Bewerberinnen und Bewerber bestehen nach wie vor sehr gute Chancen, eine passende Lehrstelle zu finden“, betont Johannes Kolb. Zum Stichtag im April erstreckte sich das Angebot an Lehrstellen noch über alle Bereiche hinweg. Zahlenmäßig übersteigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auch weiterhin die der unversorgten Bewerber. „Alle Schülerinnen und Schüler, die noch unschlüssig oder auf der Suche sind, sollten sich jetzt an die Berufsberatung für ein individuelles Beratungs- und Vermittlungsgespräch wenden“, rät der Agenturchef. Die Kontaktaufnahme ist am schnellsten und einfachsten per Mail möglich: Ingolstadt.Berufsberatung@arbeitsagentur.de

Die Regionen im Überblick

Stadt Ingolstadt

Die Arbeitslosigkeit ist im Stadtgebiet Ingolstadt im April 2026 leicht gesunken. 4.283 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 47 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 663 Personen bzw. 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.457 Personen (77 Personen weniger als im Vormonat, aber 531 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.826 Arbeitslose registriert (30 Personen mehr als im Vormonat und 132 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 43 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.005 Personen arbeitslos. Davon kamen 430 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.040 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 358 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 183 Stellen wurden im April neu gemeldet (13 mehr als im Vormonat, aber 302 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 994 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 7 (entspricht 0,2 Prozent) auf insgesamt 3.658.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.897 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 3 Personen mehr (0,1 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Eichstätt

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im April 2026 etwas zurückgegangen. 2.198 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 57 Personen weniger (-3 Prozent) als im März, aber 133 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.265 Personen (48 Personen weniger als im Vormonat, aber 169 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 933 Arbeitslose registriert (9 Personen weniger als im Vormonat und 36 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 518 Personen arbeitslos. Davon kamen 218 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 565 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 223 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 134 Stellen wurden im April neu gemeldet (18 weniger als im Vormonat und 4 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 807 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 73 (entspricht 5 Prozent) auf insgesamt 1.506.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.120 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 95 Personen mehr (5 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im April 2026 etwas gesunken. 1.857 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 86 Personen weniger (-4 Prozent) als im März, aber 106 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.087 Personen (91 Personen weniger als im Vormonat, aber 156 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 770 Arbeitslose registriert (5 Personen mehr als im Vormonat, aber 50 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 484 Personen arbeitslos. Davon kamen 210 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 579 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 230 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 157 Stellen wurden im April neu gemeldet (20 mehr als im Vormonat, aber 8 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 776 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 95 (entspricht -7 Prozent) auf insgesamt 1.256.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.777 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 130 Personen weniger (-7 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im April 2026 spürbar gesunken. 2.074 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 157 Personen weniger (-7 Prozent) als im März, aber 21 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.322 Personen (86 Personen weniger als im Vormonat und 8 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 752 Arbeitslose registriert (71 Personen weniger als im Vormonat, aber 29 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 36 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 673 Personen arbeitslos. Davon kamen 262 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 828 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 291 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 125 Stellen wurden im April neu gemeldet (40 weniger als im Vormonat und 59 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 913 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 66 (entspricht 5 Prozent) auf insgesamt 1.338.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.743 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 58 Personen mehr (3 Prozent) als vor einem Jahr.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Ingolstadt

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