Anzeige

Manching setzt auf Hightech: Spatenstich für Technologiepark Ost

Nahe dem Airbus-Standort in Manching hat der Bau des Technologieparks Ost begonnen. Beim Spatenstich betonten Bürgermeister Herbert Nerb, Landrat Albert Gürtner und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Bedeutung des Projekts für Wirtschaft, Forschung und neue Arbeitsplätze.

In Manching ist der Startschuss für den Technologiepark Ost gefallen. In unmittelbarer Nähe zum Airbus-Standort soll auf rund 3,5 Hektar ein neues Areal für technologieorientierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Zulieferer der Luftfahrtindustrie entstehen.

Das Projekt ist als Zukunftsstandort für Hightech, Luftfahrt und unbemannte Flugsysteme angelegt. Geplant sind zwei große und zwei kleinere Gebäude sowie zwei Parkhäuser. Die Erschließung des Geländes soll bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein, ein Start des Betriebs gilt ab 2028 als realistisch.

Manchings Bürgermeister Herbert Nerb hob beim Spatenstich vor allem die Vernetzung unterschiedlicher Akteure hervor. „Wir ermöglichen Partnerschaften zwischen etablierten Giganten und agilen Mittelständlern“, sagte er. Auch Start-ups sollen auf dem Gelände Platz finden.

Landrat Albert Gürtner sprach von einem klaren Zeichen für die Zukunft. Der Technologiepark soll nach dem Willen der Verantwortlichen neue wirtschaftliche Impulse für die Region setzen und den Standort Manching weiter stärken.

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wertete das Vorhaben als wichtiges Signal. „Mit dem Technologiepark Manching schaffen wir einen echten Schub für die Region Ingolstadt und ganz Bayern“, sagte der Minister. Ziel sei es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups enger zusammenzubringen und Bayern als Standort für Luft- und Raumfahrt weiter auszubauen.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll der Technologiepark zusätzliche Flächen für technologieorientierte Firmen schaffen und zugleich den Aufbau eines europäischen Spitzenstandorts für Urban Air Mobility unterstützen. Schwerpunkte liegen demnach auf autonomem Fliegen, digitaler Luftfahrt und unbemannten Flugsystemen. Als Vorteil gilt die Nähe zu Airbus und zur Wehrtechnischen Dienststelle 61.

Aiwanger nutzte den Termin zugleich für Kritik an langwierigen Verfahren. Denkmal- und Artenschutz müsse man beachten, man dürfe nicht „mit dem Panzer durchmarschieren“, sagte er. Mit Blick auf politische und bürokratische Blockaden formulierte er dann deutlich schärfer: „Wir wollen Putin stoppen und werden nicht einmal mit dem Fischotter fertig.“

Mit dem Spatenstich ist ein Projekt sichtbar angelaufen, über das in Manching seit Jahren gesprochen wird. Jetzt muss sich zeigen, ob aus den Ankündigungen tatsächlich ein Standort wird, der neue Technologien, Unternehmen und Arbeitsplätze dauerhaft in der Region verankert.

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: