Stabilitätsanker mit wachsendem Anspruch
Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt bleibt in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld das, was sie seit jeher sein will: Stabilitätsanker und verlässlicher Partner. Das Geschäftsjahr 2025 unterstreicht diesen Anspruch eindrucksvoll. Mit stabilem Wachstum, steigender Kreditnachfrage und einem kräftigen Plus im Wertpapiergeschäft zeigt das Institut, dass Kontinuität und Weiterentwicklung kein Widerspruch sind.
Rund 140.000 Kundinnen und Kunden werden von über 350 Kundenberatern an 28 Standorten betreut. Das gesamte Kundengeschäftsvolumen stieg auf 12,7 Milliarden Euro – ein Plus von drei Prozent. „2025 war trotz gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen ein gutes Jahr für uns“, bilanziert Vorstandsvorsitzender Reinhard Dirr.
Auch intern bleibt die Sparkasse ein Schwergewicht der Region: 783 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern Präsenz, Beratung und Service. Dass gleichzeitig rund 80 Prozent der Privatkunden ihre Bankgeschäfte online erledigen, zeigt, wie selbstverständlich sich persönliche Nähe und digitale Nutzung ergänzen.

V.l.n.r.: Reinhard Dirr, Isabelle Wolf, Tamara Färber, Karl-Heinz Schlamp
Wachstum mit Substanz und Verantwortung
Die wirtschaftliche Basis ist solide: Die Bilanzsumme wuchs um 2,2 Prozent auf 7,05 Milliarden Euro, das Eigenkapital auf über 1,08 Milliarden Euro. Damit erfüllt die Sparkasse nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern übertrifft sie deutlich – ein wichtiger Stabilitätsfaktor.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Kreditgeschäft. 1,06 Milliarden Euro an neuen Darlehen – ein Plus von 37 Prozent – flossen in Wohnungsbau, energetische Sanierungen sowie Investitionen in Digitalisierung und Transformation. Insgesamt erreichte der Kreditbestand 5,2 Milliarden Euro. Trotz regionaler Prägung bleibt der Automotive-Anteil mit rund 50 Millionen Euro bewusst moderat.
Auch die Vermögensanlage gewinnt an Bedeutung: Der Wertpapierbestand stieg von 2,0 auf 2,3 Milliarden Euro – als Nettozuwachs, getragen durch neue Anlagen und nicht allein durch Marktbewegungen. Mit zwei eigenen Fonds mit internationaler Ausrichtung setzt die Sparkasse zusätzliche Impulse. Deren Volumen lag bereits bei 55 Millionen Euro, ergänzt durch 211 Millionen Euro an neu platzierten Fondsinvestments. „Wir sind ein Problemlöser“, sagt Vorstandsmitglied Karlheinz Schlamp – und beschreibt damit den eigenen Anspruch.
Digitaler Fortschritt, persönliche Stärke
Im Zahlungsverkehr setzt die Sparkasse konsequent auf europäische Lösungen. Mit Wero etabliert sich ein System, das schnelle, sichere und standardisierte Transaktionen ermöglicht – und künftig auch Bezahlungen bei internationalen Online-Händlern einschließt. Für Schlamp ist das mehr als Technik: ein Beitrag zur europäischen Souveränität.
Gleichzeitig wächst die Bedeutung digitaler Services insgesamt. Die Sparkassen-App – mit rund 20 Millionen Nutzern die meistverbreitete Banking-App Deutschlands – ist auch in der Region fest verankert. Dennoch bleibt der persönliche Kontakt zentral. „Banking ist die Beziehung zu Menschen“, betont Schlamp.
Diese Haltung zeigt sich auch als Arbeitgeber. 88 Auszubildende stehen aktuell im Haus – bei einer Bewerberlage, die etwa das Zehnfache umfasst. Für Vorstand Reinhard Dürr ist das ein klares Signal: „Der Arbeitgeber Sparkasse erlebt eine Renaissance.“
Breite Stärke und vorsichtiger Blick nach vorn
Die Sparkasse versteht sich dabei als Vollsortimenter – von der klassischen Einlage bis zur komplexen Unternehmensfinanzierung. Auch im Immobiliengeschäft und im Wertpapiersegment läuft es „sehr gut“, wie Schlamp betont. Sein Bild dafür: „Wir sehen uns als Zehnkämpfer mit vielen Angeboten und einer sehr guten Performance.“ Diese Breite wird ergänzt durch gesellschaftliches Engagement. Bereits 2025 wurden rund 800 Projekte mit 3,5 Millionen Euro unterstützt. Für die Jahre ab 2026 wird dieses Engagement nochmals ausgeweitet: über 1.000 Projekte sollen dann jährlich mit 4,5 Millionen Euro gefördert werden – sorgfältig geprüft und regional verankert.

Der Ausblick bleibt bewusst vorsichtig. „Wir fahren ein bisschen auf Sicht“, sagt Dirr – insbesondere mit Blick auf die Zinsentwicklung in Europa. Klar ist jedoch für ihn auch: Die persönliche Beziehung von Mensch zu Mensch bleibt die zentrale Stärke des Hauses.
Und diese Mischung aus Verlässlichkeit, Anpassungsfähigkeit und regionaler Verwurzelung ist es, die den Verantwortlichen den Blick nach vorn erlaubt: 2027 feiert die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ihr 200-jähriges Bestehen. Eine lange Geschichte – und, wenn der aktuelle Kurs hält, noch längst nicht zu Ende erzählt.

