Ein skrupelloser Schockanruf führte zu einem erheblichen Beuteschaden: Der Tatverdächtige konnte mit einer beachtlichen Menge Silber flüchten – die Polizei ermittelt.
Am Nachmittag des vergangenen Mittwoch, 25.03.2026, ereignete sich in Unterstall (Gemeinde Bergheim, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen) ein schadensträchtiger Schockanruf. Ein Tatverdächtiger flüchtete mit rund 50 Kilogramm Silber. Die Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.
Einem über 80-jährigen Mann wurde von bislang unbekannten Tätern per Telefon mitgeteilt, dass ein Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht habe. Als Kaution zur Abwendung einer Haftstrafe wurden Bargeld oder Wertgegenstände verlangt.
Der Senior übergab daher am Nachmittag etwa 50 Kilogramm Silber in sehr hohem fünfstelligem Wert an einen bislang unbekannten Abholer.
Der Abholer kam vermutlich mit einem Taxi nach Unterstall, er wird wie folgt beschrieben:
- etwa 25 bis 30 Jahre alt
- etwa 180cm groß, 70 kg schwer und von schlanker Gestalt
- südländisches Erscheinungsbild, schwarze Haare, dunkle Bekleidung.
Er trug zwei oder drei Tragetaschen bei sich.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise. Insbesondere die sehr schwere Beute sowie die Anreise per Taxi könnten Anwohnern oder Passanten aufgefallen sein. Etwaige Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 0841 / 9343-0 bei der Kriminalpolizei Ingolstadt zu melden.
Die Kriminalpolizei rät:
• Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen!
• Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
• Die echte Polizei wird niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen fordern, um Ermittlungen
durchzuführen oder um Kautionen zu stellen! Auch die Forderung hoher Summen für angeblich dringend notwendige Medikamente zur Behandlung von Verwandten ist eine perfide Masche der Betrüger.
• Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen daher unter der Ihnen bekannten Nummer an!
• Die Polizei kontaktiert Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
• Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu (Verwandte, Nachbarn, Freunde).
• Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!
Polizeipräsidium Oberbayern Nord

