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Schockanruf – Seniorin verliert 80.000 Euro – Zeugen gesucht

Am Dienstag, den 17. März 2026, gelang es Betrügern in Ingolstadt, durch einen sogenannten Schockanruf eine Seniorin um einen hohen Geldbetrag zu bringen, wie die Polizei Ingolstadt mitteilte.

Am frühen Nachmittag erhielt die Rentnerin einen Anruf. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine angebliche Haftstrafe abzuwenden, sollte sie eine hohe Geldsumme bezahlen.

Gegen 15:15 Uhr übergab die Frau im Bereich Gartenstraße/Neugasse Bargeld, Schmuck und eine Krügerrandmünze. Der Gesamtwert der Beute beträgt über 80.000 Euro.

Personenbeschreibung des Abholers:
Männlich, etwa 160 bis 165 cm groß, zwischen 25 und 30 Jahre alt, schlank, indisches Erscheinungsbild, hellbraune Haare (seitlich kurz, am Oberkopf lockig), Vollbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Daunenjacke, schwarzer Hose und weißen Schuhen.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet Zeugen, verdächtige Beobachtungen unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.

Die Kriminalpolizei rät:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen!
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!

Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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