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Kriminalstatistik 2025 – hohe Aufklärungsquote in Ingolstadt

Polizei Ingolstadt

Am 17.03.2026 stellte der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Ingolstadt, Leitender Polizeidirektor Tobias Uschold, die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2025 für das Stadtgebiet Ingolstadt vor. Insgesamt wurden 9.946 Straftaten registriert, sodass nach dem deutlichen Rückgang des Vorjahrs nunmehr ein leichter Anstieg von 1,6 Prozent zu verzeichnen ist. Ohne die ausländerrechtlichen Verstöße wurden 9.466 Straftaten erfasst, im Jahr 2024 waren es hingegen 9.159. Die Aufklärungsquote stieg von 68,3 (2024) auf 70,7 Prozent, sie liegt damit über dem bayernweiten Durchschnitt (68,1%).

Uschold führte an, dass die Diebstahlsdelikte mit 2.680 Taten zwar nach wie vor die größte Deliktsgruppe bilden, sich hier jedoch ein deutlicher Rückgang um 410 Fälle (-13,3%) feststellen lässt. Verantwortlich hierfür war der signifikante Rückgang der Fahrraddiebstähle auf ein 10-Jahres-Tief um 36,1 Prozent auf 508 Fälle. Ebenso war der Diebstahl von Krafträdern/Mopeds stark rückläufig. Er halbierte sich nahezu und sank im Vergleich zum Vorjahr von 70 Fälle auf 36.

Während die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vorjahr auf den tiefsten Stand der vergangenen zehn Jahre gesunken war, wurden im Jahr 2025 24 versuchte und 39 vollendete Wohnungseinbrüche registriert, was einen Anstieg um 37 Fälle bedeutet. Hauptursächlich für diesen Anstieg war eine Serie von Wohnungseinbruchdiebstählen im Zeitraum um den Jahreswechsel 2024/2025 durch eine überörtlich agierende Tätergruppierung. Mit Festnahme dieser Täter im vergangenen März war ab dem 2. Quartal ein signifikanter Rückgang der Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet zu verzeichnen.

Bei der Deliktsgruppe der Rohheitsdelikte reflektierte Uschold insbesondere auf die Körperverletzungen im öffentlichen Raum, sowie die Raubdelikte.

Die Zahl der einfachen Körperverletzungen im öffentlichen Raum stieg nach dem Rückgang im Vorjahr auf 589 Taten (+10,7%) an. Bei einer langfristigen Betrachtung ist jedoch ein deutlicher Rückgang festzustellen; es wurden 370 Delikte weniger als noch vor 10 Jahren begangen.

Sinkende Fallzahlen weist auch die Deliktsgruppe der gefährlichen und schweren Körperverletzungen im öffentlichen Raum auf. Hier wurden mit 173 Fällen 39 weniger als im Vorjahr registriert, was einen Rückgang um 18,4% bedeutet.

Die Anzahl der Raubdelikte, bezogen auf das gesamte Stadtgebiet, verringerte sich von 68 Taten auf 49 Fälle (-27,9%). Der sog. Straßenraub, darunter ist der „klassische“ Raub auf öffentlicher Straße zu verstehen, sank von 21 auf 4 Delikte. Die Aufklärungsquote bei den Raubdelikten konnte auf 83,7 Prozent gesteigert werden, was den höchsten Wert der letzten zehn Jahre darstellt.

Anstiege sind insbesondere bei den Betrugsdelikten, hier vor allem die Beförderungserschleichungen, sowie Beleidigungen und Hausfriedensbrüchen zu verzeichnen.

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ging zurück und sank um 10,1 Prozent auf 223 Taten.

Mit Blick auf die objektiven Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik verweist Uschold abschließend auf den stets hohen Sicherheitsstandard in Ingolstadt als Großstadt. Die genannten Zahlen belegen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin sicher fühlen können.


Polizeiinspektion Ingolstadt
redaktionell angepasst

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