Der Onlinehändler Amazon plant ein Verteilzentrum im Ingolstädter Gewerbegebiet an der Carl-Benz-Straße. Vertreter des Unternehmens stellten das Vorhaben im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Nachhaltigkeit vor.
Geplant ist ein Standort für die sogenannte letzte Meile, also die Zustellung von Paketen an Kunden. Vorgesehen sind eine Logistikhalle mit Sortieranlage, ein überdachter Verladebereich sowie ein Parkhaus für Lieferfahrzeuge. Amazon rechnet langfristig mit rund 300 direkten Arbeitsplätzen. Zusammen mit Beschäftigten von Lieferpartnern könnten es nach Unternehmensangaben bis zu etwa 600 Arbeitsplätze werden.
Amazon erklärte zudem, dass für den Standort eine deutsche Gesellschaft zuständig sein solle, sodass auch Gewerbesteuer in Ingolstadt anfalle. Der geplante Standort liegt in einem bestehenden Gewerbegebiet und ist bereits versiegelt.
Im Ausschuss wurde das Projekt grundsätzlich offen aufgenommen. Zugleich gab es Fragen zu Verkehr, Umwelt und den Auswirkungen auf die Stadt. Ein Stadtrat sagte, das Vorhaben klinge „fast zu schön, um wahr zu sein“ und müsse deshalb genau geprüft werden.
Mehrere Stadträte machten deutlich, dass das Projekt zunächst in den Fraktionen beraten werden soll. Die Stadtverwaltung will bis 20. März eine Beschlussvorlage vorlegen. Der Stadtrat soll sich am 26. März mit dem Antrag auf Vorbescheid befassen.
Bild/Quelle: Amazon Logistik-Icy2008-Wikimedia Commons-CC BY-SA 4.0/Werne

