Internationaler Frauentag 2026
Zahlreiche Besucher folgten der Einladung der DGB-Frauen Ingolstadt zum Internationalen Frauentag ins Foyer des Stadttheaters Ingolstadt. Unter dem Motto „Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Gleichstellung in Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft weiter vorangebracht werden kann.
Claudia Scheck, Geschäftsführerin von ver.di Ingolstadt und stellvertretende Vorsitzende des DGB-Stadtverbands Ingolstadt, eröffnete die Veranstaltung. Sie betonte, dass Gleichstellung eine zentrale Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und eine lebendige Demokratie sei.
Den inhaltlichen Impuls gab Marietta Eder, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern. Sie machte deutlich, dass trotz vieler Fortschritte weiterhin erhebliche Ungleichheiten bestehen, etwa beim Entgelt, bei der Verteilung von Sorgearbeit oder bei der Alterssicherung von Frauen. Auch der Anteil von Frauen in kommunalen Gremien sei nach wie vor zu gering.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Marietta Eder und Dr. Bärbel Kofler, Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin, über Gleichstellung in Betrieb und Kommune sowie über die Bedeutung demokratischer Mitbestimmung. Moderiert wurde die Diskussion von Karola Frank, Betriebsrätin bei Audi. Dabei wurde deutlich, dass mehr Frauen in politischen Gremien und in betrieblichen Interessenvertretungen ein wichtiger Schlüssel für gerechtere Entscheidungen sind.
Für einen kulturellen Höhepunkt sorgte Kabarettistin Barbara Weinzierl mit einem pointierten Beitrag, der gesellschaftliche Entwicklungen und Geschlechterrollen humorvoll beleuchtete.
Neben den politischen Impulsen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zum Austausch. Verschiedene Infostände, Bewirtung und Kinderbetreuung ermöglichten es den Besuchern, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über gewerkschaftliche sowie gesellschaftspolitische Themen zu informieren.
Pressestelle DGB Oberbayern

