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Gsündigt, gstraft, gricht – Das Rechtssystem im Mittelalter

Im Mittelalter blieb niemand vor der gerechten Strafe verschont: Oder wussten Sie schon, dass sich sogar ein Schwein – die Tiere streunten damals teils frei durch die Stadt – vor Gericht „verantworten“ musste, weil es ein Kleinkind umrannte, das dabei zu Tode kam? Bei der Hinrichtung mussten zudem alle anderen Schweine anwesend sein, damit sie durch die Todesstrafe abgeschreckt wurden.

Die Ratten, die vor Gericht erscheinen sollten, weil sie das Getreide aufgefressen hatten, hatten allerdings einen cleveren Verteidiger, der ihr Nichterscheinen plausibel erklärte: Sie hätten erst einmal an all den Katzen vorbei müssen. 😉

Die zahlreichen Teilnehmer dieser wahrhaft höchst unterhaltsamen und zugleich überaus lehrreichen Stadtführung kamen jedoch an der armen Sünderin nicht vorbei, die schon durch den bloßen Anblick Erbarmen hervorrief, stand sie doch bei solcher Kälte barfuß im Büßerhemd und dem höhnischen Spott der Ratsherren ausgesetzt. Darüber hinaus begegnete man weiteren illustren Gestalten, die auf ungeahnte und bisweilen erstaunliche Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten wussten – darunter die gewitzte Hehlerin und der geheimnisvolle Henker, dessen Kunst und Gewerbe weit mehr umfassten, als nur Menschen hinzurichten. 

Aber all das lassen Sie sich das alles am besten bei einer dieser tollen Stadtführungen von Ute Lottes und Silvia Münzhuber erzählen. (HaGa)

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