Große Resonanz auf Spendenaktion „Kauf mich für die Bücherei“

Die Spendenaktion „Kauf mich für die Bücherei“ trifft in der Bevölkerung auf große Resonanz. Büchereileiterin Heike Marx-Teykal zog jetzt eine positive Zwischenbilanz – und machte deutlich, wie präsent die Initiative inzwischen im Arbeitsalltag der Stadtbücherei ist: „Es ist bei mir inzwischen eine Morgenroutine geworden, dass ich in mein Büro komme und von einem Stapel Spendenbücher begrüßt werde.“

Die gespendeten Titel werden in der Bücherei zügig weiterbearbeitet. Nach Angaben von Marx-Teykal sind die Bücher mit roten Einlegern versehen, damit sie im Geschäftsgang schnell durchlaufen. „Auf meinem Tisch liegt dann schon mal ein unterschiedlich hoher Stapel mit roten Einlegern, die dann von Hand zu Hand weitergegeben werden“, sagte sie.

Auch die Zahlen fallen deutlich aus: Seit Beginn der Aktion habe die Stadtbücherei „etwas mehr oder deutlich mehr als 3.000 Euro im Wert“ erhalten. Rund 100 Spenderinnen und Spender hätten etwa 170 Medien finanziert. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte vor allem bei Belletristik sowie Kinder- und Jugendbüchern. Der Sachbuchbereich sei schwieriger, weil er sehr breit gefächert ist.

Auffällig sei zudem die Bandbreite der Unterstützer. Da Spendenbescheinigungen ausgestellt werden, sind viele Spender der Bücherei bekannt. „Der Älteste, den ich identifizieren konnte, war weit über 80“, berichtete Marx-Teykal. Insgesamt zeige sich eine große Vielfalt – und auch eine große Spannbreite bei den gespendeten Titeln. Gerade das sei für sie interessant, weil sich darin auch widerspiegle, „was wollen denn unsere Bürger lesen“ – also welche Bücher Menschen so wichtig sind, dass sie sie für die Bücherei finanzieren.

Positives komme außerdem aus dem örtlichen Buchhandel. Von den drei beteiligten Buchhandlungen höre sie „nur Zufriedenes“, Transport und Logistik funktionierten gut. Die Stadtbücherei werde „wirklich täglich beliefert“ mit Spendenbüchern. Ihr Fazit: „Es ist eine runde Sache, es ist eine für mich sehr sympathische Sache, die auch sofort und ganz zielgerichtet ankommt.“

Gleichzeitig gebe es Wünsche aus der Bürgerschaft, wie die Unterstützung noch einfacher werden kann. Viele möchten nicht in der Buchhandlung einzelne Titel auswählen, sondern lieber Geld spenden. „Viele wünschen sich die Möglichkeit… Geld zu spenden. Und natürlich geht das“, sagte Marx-Teykal. Entscheidend sei dabei der Verwendungszweck, damit das Geld tatsächlich im Medienetat der Stadtbücherei ankomme. Bis zu 300 Euro sei zudem keine Spendenquittung nötig, was die Abläufe vereinfache.

Für die Bücherei hätten Geldspenden einen zusätzlichen Vorteil: Damit könnten gezielt Frühjahrsneuerscheinungen angeschafft und Lücken im Bestand geschlossen werden. Buchspenden seien zwar sehr willkommen, blieben aber in ihrer Zusammensetzung naturgemäß zufällig. „Es ist kein Ersatz für einen gezielten Bestandsaufbau“, betonte Marx-Teykal.

Zum Abschluss richtete die Büchereileiterin einen ausdrücklichen Dank an alle Unterstützer: „Mein ganz großer Dank geht… an die vielen Spender“, sagte sie – verbunden mit der Bitte, die Aktion weiter bekannt zu machen.

Artikel teilen:

Verlinkte Themen: