Davon ist Achim Schlafke überzeugt – und er handelt entsprechend. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, wie sie die Stadt Ingolstadt derzeit erlebt, sind Menschen ein Segen, die sehen, wo es klemmt, und ohne große Worte helfen.
Einer von ihnen ist der Eigentümer der Baufirma RMN GmbH, Achim Schlafke, die das ehemaligen Donaukurier-Haus in der Donaustraße saniert. Werner Rupp, Miteigentümer, Geschäftsführer und Projektleiter der Sanierung, kennt ihn gut und beschreibt ihn im Gespräch als einen Förderer der leisen Töne, der sehr bescheiden auftritt und sich zugleich in der Region 10 als Förderer der Kunst engagiert, ohne daraus viel Aufhebens zu machen. Regelmäßig unterstützt Schlafke unter anderem auch den Birdland Jazz Club in Neuburg.

Angesichts der Sparmaßnahmen und der großen finanziellen Belastungen, die derzeit die Existenz der freien Kulturszene bedrohen, griff Schlafke der Szene aktuell ohne viele Worte mit 20.000 Euro unter die Arme. Das Geld wurde zu gleichen Teilen an das Altstadttheater, den Kulturkanal, die Kunst- und Kultur-Bastei sowie KAP 94 verteilt. Mit der Unterstützung dieser vier privaten Kultureinrichtungen wollte der Bauunternehmer und Eigentümer der RMN GmbH ein Zeichen setzen und zu ihrem Erhalt beitragen.
Schlafke ist überzeugt, dass Kultur ein wesentlicher Bestandteil einer prosperierenden Stadt ist – und dass sich kulturelle Vielfalt auch wirtschaftlich bemerkbar macht. Diese Haltung zeigt sich nicht zuletzt in seinem großen Projekt in der Donaustraße: dem ehemaligen Donaukurierhaus, das aus dem Dornröschenschlaf geweckt und zu einem Ort kultureller Belebung entwickelt werden soll. Zugleich soll es an diesem zentralen Punkt zur Belebung der Stadt beitragen.
Im Gespräch wird auch deutlich, wie sehr Werner Rupp das Gelingen dieses Vorzeigeprojekts am Eingang zur Innenstadt am Herzen liegt. Gemeinsam setzen sich Rupp und Schlafke auch für eine kulturelle Belebung der Stadt ein. Es bleibt zu hoffen, dass man von beiden in diesem Zusammenhang noch öfter hören wird. (HaGa)
