Kreislaufwirtschaft als Zukunftsstrategie

SPD will Innovation, Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung stärken

Ingolstadt steht wirtschaftlich an einem Wendepunkt. Der industrielle Wandel erfordert neue Strategien, um Beschäftigung zu sichern, Innovation zu fördern und gleichzeitig nachhaltiger zu wirtschaften. Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag zur systematischen Förderung der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) in Ingolstadt eingebracht.

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sehen darin eine zentrale Chance, den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Bereits im Wahlprogramm betont die SPD, den Wandel „nicht zu verwalten, sondern zu gestalten – sozial, solidarisch und mit Blick auf die Zukunft“ . Genau daran knüpft der Antrag an.

Christian De Lapuente, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Vorsitzender des SPD-Kreisverbands, erklärt: „Ingolstadt war immer dann stark, wenn wir Veränderungen aktiv angegangen sind. Die Kreislaufwirtschaft verbindet industrielle Kompetenz mit Zukunftstechnologie – sie kann neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig Ressourcen sparen.“

Der Antrag sieht unter anderem die Einrichtung eines Runden Tisches mit Industrie, Wissenschaft und Handwerk vor, die systematische Nutzung von Fördermitteln durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie gezielte Unterstützung für Start-ups im Bereich nachhaltiger Technologien. Zudem sollen Ansätze wie Urban Mining, Reparierbarkeit und Wiederverwertung stärker in kommunalen Strategien berücksichtigt werden.

Jörg Schlagbauer, Stadtrat und Arbeitnehmervertreter, betont die Bedeutung für Beschäftigte: „Transformation darf nicht Arbeitsplatzabbau bedeuten. Wenn wir neue Wertschöpfungsketten hier vor Ort aufbauen, sichern wir gute Industriearbeitsplätze und eröffnen zugleich neue berufliche Perspektiven für Fachkräfte.“

Auch Karoline Schwärzli-Bühler, Vorsitzende des SPD-Kreisverbands, sieht darin eine Chance für Innovation und Mittelstand: „Gerade Handwerk, kleine Betriebe und Gründerinnen und Gründer profitieren von Reparatur, Wiederverwendung und neuen Geschäftsmodellen. Nachhaltigkeit wird so zum wirtschaftlichen Standortvorteil für unsere Stadt.“

Die SPD verweist darauf, dass Ingolstadt laut Wahlprogramm wirtschaftlich breiter aufgestellt werden müsse und Zukunftsbranchen gezielt angesiedelt werden sollen . Die Kreislaufwirtschaft sei dafür ein idealer Ansatz, da sie Industrie, Forschung und Start-ups miteinander vernetzt.

Ziel des Antrags ist es, Ingolstadt langfristig resilienter aufzustellen, regionale Wertschöpfung zu stärken und ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stabilität zu verbinden. Die SPD-Fraktion versteht den Vorstoß daher ausdrücklich als industrie- und arbeitsmarktpolitisches Projekt — nicht nur als Umweltmaßnahme.

„Nachhaltigkeit und gute Arbeit gehören zusammen“, so De Lapuente abschließend. „Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, bleibt Ingolstadt auch in Zukunft eine starke Industriestadt.“

Pressemitteilung SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt

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