Eine Reise durch die Geschichte der fünften Jahreszeit
Wenn in Bayern das Starkbier fließt, bleibt selten jemand verschont. Zwischen Fastenzeit, Fastenpredigt und frisch gezapfter Maß beginnt eine Tradition, die weit mehr ist als Geselligkeit: das kunstvolle Derblecken. Was einst als nahrhaftes Fastenbier der Mönche entstand, entwickelte sich über Jahrhunderte zur Bühne für Spott, Selbstironie und politische Spitzen – mit erstaunlicher Wirkung bis heute.
Auch in Ingolstadt gehört diese „fünfte Jahreszeit“ fest zum Kalender. Fastenprediger nehmen Lokalpolitik, Gesellschaft und Zeitgeist ins Visier – pointiert, treffsicher und mit jener Mischung aus Humor und Ernst, die Kritik nicht nur erlaubt, sondern erwartet. Wer Verantwortung trägt, muss zuhören können – und im besten Fall auch über sich selbst lachen. Doch in angespannten Zeiten wird selbst das Derblecken zur Herausforderung: Wie viel Spott verträgt die Politik – und wie viel braucht sie vielleicht sogar?

Unser Titelthema im März beleuchtet die Ursprünge, die Akteure und die besondere Atmosphäre dieser Tradition – zwischen Stammtisch, Bühne und politischem Stimmungsbarometer. Auch heuer werden wieder die Braustuben von Nordbräu und Herrnbräu zum Schauplatz scharfzüngiger Predigten, humorvoller Abrechnung und gelebter bayerischer Kultur. Denn wenn Starkbier ausgeschenkt wird, geht es nie nur ums Bier – sondern immer auch um Wahrheit, Mut und ein gutes Stück Selbstironie.
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