Zum vierten Mal präsentieren die Gleichstellungsstelle und das Kulturamt Ingolstadt das Kooperationsprojekt FEM*FESTIVAL rund um den Internationalen Frauentag und den Equal Pay Day. Auf dem Programm stehen Darbietungen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Performance, Musik, Film und Literatur. Die Veranstaltungen und ein interaktiver Workshop laden zu spannenden Dialogen ein und dazu, den Blick zu erweitern und patriarchale Strukturen aufzudecken und zu hinterfragen. Auch dieses Jahr finden wieder themenbezogene Stadtführungen statt.
FEM*FESTIVAL – Programm Übersicht
Do, 26.2. – 20:00 Uhr · Galerie im Theater
Vernissage zur Ausstellung „Nothing I ever wanted“ von Belia Brückner · Eintritt frei
Fr, 27.2. – 18:00 Uhr · Theaterplatz
Equal Pay Day – Laut gegen Lohnungerechtigkeit „Rote Taschen“ & Speaker’s Corner· Eintritt frei
Fr, 27.2. – 19:30 Uhr · Stadtbücherei
Lesung: Alexandra Zykunov „Was wollt ihr denn noch alles?“· Eintritt frei
Sa, 28.2. – 11:00–16:00 Uhr · Altstadttheater
Workshop „Feministisches Schreiben“
So, 1.3. – 20:00 Uhr · Harderbastei
Sophia Fritz „Toxische Weiblichkeit“ – Lesung
Di, 3.3. – 20:00 Uhr · Studio im Herzogskasten
„Yoldaş – Frauen, die einander halten“ – poetische Solo-Performance (Stadttheater Kooperation)
Mi, 4.3. – 20:00 Uhr · Reimanns
Moderiertes Gespräch: Dr. Emilia Roig „Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe“
Do, 5.3. – 20:30 Uhr · Altstadttheater
Theaterstück „EINE VON UNS“ (Uraufführung)
Fr, 6.3. – 17:30 Uhr · Klosterkirche (Harderstr 5)
Frauenpfad (Stadtführung) Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Fr, 6.3. – 19:30 Uhr · Neue Welt
Ingolstadts Frauen: VOKAL – VERBAL (offene Bühne) • Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Sa, 7.3. – 20:00 Uhr · KAP94
Konzert: Güner Künier (Postpunk, Synth-Punk) und Ulla Suspekt (NNDW Postpunk, Indie + Wave)
Mo, 9.3. – 19:00 Uhr · Volkshochschule Kino
Film: „Bitter Gold“ – Einführung durch Adriana Spadoni, Omas gegen Rechts Ingolstadt
Eintritt frei, Anmeldung über VHS erforderlich
27. Februrar bis 8. März – verschiedene themenbezogene Stadtführungen
Programmbeschreibung
Eröffnet wird das FEM*FESTIVAL Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr, in der Städtischen Galerie im Theater mit der Vernissage zur Ausstellung „Nothing I ever wanted“ von Belia Brückner. Die Ausstellung untersucht, wie Konsumgüter in toxischen Beziehungen als „Freikauf von Schuld“ fungieren. Die Vernissage wird von einem Sisterhood-DJ-Set mit Sängerinnen aus Hip-Hop, Jazz und World Music musikalisch begleitet – zugunsten von Wirbelwind e. V. Die Ausstellung dauert bis 15. März.
Wie bereits in den Vorjahren sind der Internationale Frauentag und der Equal Pay Day in das FEM*FESTIVAL eingebettet. So steht der Equal Pay Day (27.2.) in Ingolstadt unter dem Motto „Laut gegen Lohnungerechtigkeit“. Seine Meinung dazu kann man am Theaterplatz am Speakers Corner teilen. Timeslots können bei der Gleichstellungsbeauftragen Anja Assenbaum reserviert werden unter: anja.assenbaum@ingolstadt.de.
Ebenfalls am Equal Pay Day finden abends eine Lesung und ein Gespräch mit Alexandra Zykunov statt. Die Bestsellerautorin trägt in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Was wollt ihr denn noch alles?“ unbekannte, absurde, aber leider sehr reale Zahlen, Studien und Unmöglichkeiten zusammen, die schmerzvoll aufzeigen, wo Frauen benachteiligt werden und wodurch ihr Leben anstrengender, ärmer und im Zweifelsfall lebensgefährlicher wird.
Aktives Mitmachen ist dann in dem Workshop mit dem Titel „Feministisches Schreiben“ (28.2.) unter der Leitung von Leni Brem-Keil, Autorin und Regisseurin, gefragt. Wie kann Schreiben feministisch sein – in Sprache, Haltung und Inhalt? Der Antwort nähern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels praktischer Übungen und dem gegenseitigen Austausch.
Der März wird eröffnet mit einer Lesung, begleitet von einem anschließenden Gespräch (1.3.), moderiert von Anna Seethaler, Kollegiatin des Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformationen“ an der Universität Innsbruck. Sophia Fritz liest aus ihrem Buch „Toxische Weiblichkeit“ und führt darin in mutiger Selbstbefragung dorthin, wo es wehtut.
Weiter kann sich das Publikum auf Yoldas (3.3.) freuen, eine poetische Solo-Performance, die Musik und Film verbindet und sich mit dem Thema Frauen, Migration und Arbeit beschäftigt. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadttheater Ingolstadt statt.
In einem Gespräch (4.3.), moderiert von Sophie Eisenried, Programmkuratorin des Habibi Kiosks der Münchner Kammerspiele, bereichert Emilia Roig, Politikwissenschaftlerin, Autorin und eine der einflussreichsten Stimmen für soziale Gerechtigkeit, Heilung und gesellschaftlichen Wandel in Deutschland, das diesjährige Festival. In ihren Büchern und Essays – darunter die Bestseller Why We Matter, Das Ende der Ehe, Lieben und Lieber Sohn oder So rettest du die Welt – entwirft sie neue Visionen für ein freieres, liebevolleres und gerechteres Zusammenleben.
Als nächstes steht eine Premiere an, und zwar von dem Stück „Eine von uns“ (5.3.), veranstaltet vom Altstadttheater. Diskussionen, Proteste, Empowerment – doch scheinbar bleibt Gleichberechtigung ein Versprechen in weiter Ferne.
Mit den Mitteln von Punk und Postpunk erzählt Güner Künier in ihrem Konzert (7.3.) ihre eigene Coming-of-Age-Geschichte, also ihre Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Ebenfalls an diesem Abend steht Ulla Suspekt auf der Bühne. Sie schreibt und produziert aus der Sicht der Unsichtbaren, der Hyperfühlenden und Überhörten. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Neuer Neuer Deutscher Welle, die aktuelle Deutschpop-Szene, Lo-Fi-Wave und kantigen Breakbeats.
Zum Abschluss des FEM*FESTIVAL zeigt der Film „Bitter Gold“ (9.3.) eine andere Sichtweise auf einen Western. Veranstaltet von der Volkshochschule und Omas gegen Rechts. Eine Einführung in den Film gibt Adriana Spadoni. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung auf der Homepage der VHS erforderlich unter www.vhs-in-ei.de
Am Internationalen Tag der Frau steht zunächst das Thema „Zwei starke Frauen. Franziskanerinnen. 750 Jahre Kloster Gnadenthal“ im Fokus. Diesem nähert man sich auf dem Frauenpfad, begleitet von Gästeführer Eckhard Quante, der sich auf eine Reise durch die Geschichte des Klosters und durch das wechselvolle Schicksal der Frauen begibt.
Den Abend beschließt die Mixed-Veranstaltung mit dem Titel „Bühne frei für Ingolstadts Frauen: Vokal – Verbal“. Die Schauspielerinnen Victoria Voss und Renate Knollmann führen durch das Programm. Auf der Bühne sind alle eingeladen, etwas zu sagen: durch Musik, Poesie oder Comedy. Wer etwas vortragen möchte, kann sich bis 23. Februar bei der Gleichstellungsstelle unter der E-Mail gleichstellungsstelle@ingolstadt.de melden.
Die Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Frau finden am Freitag, 6. März statt und sind alle kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Es wird darum gebeten, sich für die Veranstaltungen Frauenpfad oder Bühne frei für Ingolstadts Frauen einzeln anzumelden per E-Mail an gleichstellungsstelle@ingolstadt.de.
Das FEM*FESTIVAL legt auch in seiner vierten Festivalausgabe den Fokus darauf, Räume für Kunstschaffende bereitzuhalten und dabei strukturelle Diskriminierung und Ungleichheiten offenzulegen. Kritisch hinterfragt es Machtstrukturen und diskutiert aktuelle Themen zu Feminismus, Gender, Diversity und den gesellschaftlichen und sozialen Folgen unterschiedlicher Diskriminierungskategorien. Der Oberbegriff Feminismus bringt kontinuierlich neue Strömungen mit differenzierten gesellschaftlichen, sozialen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Schwerpunkten hervor.
Tickets gibt es im Westpark Ingolstadt und über Ticket Regional (www.ticket-regional.de).
Weitere Informationen:
http://www.kulturamt-ingolstadt.de/femfestival




