Vernetzungstreffen im Blauen Salon
Die SPD-Frauen luden ein – und der Blaue Salon platzte aus allen Nähten. Vertreterinnen der demokratischen Parteien kamen, um sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Weil der Andrang so groß war, mussten kurzerhand zusätzliche Tische und Stühle her.
In ihrer Begrüßung freuten sich Nadine Praun und Kerstin Lang über die Resonanz – und setzten zugleich den politischen Rahmen: Frauen stellen zwar rund 50 Prozent der Bevölkerung, im Ingolstädter Stadtrat sieht das anders aus. Von 50 Sitzen sind nur 13 mit Frauen besetzt – das sind 26 Prozent. Im Vergleich zu anderen Kommunen ist Ingolstadt damit besonders deutlich unterrepräsentiert.
Genau daran soll sich etwas ändern. Das Treffen war bewusst zwanglos gehalten, aber mit klarer Zielrichtung: Kontakte knüpfen, Hürden abbauen, ein Frauennetzwerk anschieben. Und, so Kerstin Lang, das Ganze solle keine Aktion „kurz vor der Wahl“ bleiben – sondern regelmäßig stattfinden.
Nadine Praun machte deutlich, worum es über die reine Zahl hinaus geht: Frauen bringen andere Perspektiven und Themen ein. Nicht, weil sie „besser“ sind, sondern weil sie andere Alltagserfahrungen mitbringen – und dadurch anders priorisieren, anders fragen, anders entscheiden.
Dass der Wahltermin am 8. März liegt, dem Internationalen Frauentag, passte als Signal: mehr Frauen ins Rathaus – und damit mehr Realität aus dem Alltag ins politische Entscheidungen. Oder, frei nach Geier Sturzflug: Auf die Dauer hilft nur Frauenpower. (HaGa)




















