Weiterentwicklung der Jugendherberge Eichstätt gesichert
Die Jugendherberge Eichstätt wird bis mindestens Ende 2027 weiterbetrieben. Im Rahmen eines intensiven Austausches haben das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e.V. (DJH), der Landkreis und die Stadt Eichstätt ein gemeinsames Perspektivkonzept erarbeitet. Der intensive Abstimmungsprozess wurde maßgeblich von Tanja Schorer-Dremel, Mitglied des Bayerischen Landtags, begleitet und unterstützt. Dabei werden sowohl Landkreis als auch die Stadt einen Beitrag zur Absicherung des wirtschaftlichen Risikos einer strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Jugendherberge in den kommenden zwei Jahren leisten.
Die Idee dahinter ist für alle Beteiligten, dass diese Entscheidung im ersten Schritt genug Zeit – zwei Jahre – einräumt, um in einen gemeinsamen Prozess zur Gestaltung eines langfristigen Weiterbetriebs der Einrichtung einzusteigen. Dieser beginnt sofort, Stadt und Landkreis werden dabei mit ihrem Know-how vor allem auch in touristischer Hinsicht intensiv mit beteiligt.
Oberbürgermeister Josef Grienberger freut sich, dass die zahlreichen Gespräche und Abwägungen der vergangenen Wochen zu einem konstruktiven Ergebnis geführt haben:
„Ich sehe dabei auf die zahlreichen Nutzer der Jugendherberge und die Beschäftigten hier vor Ort, ich habe dabei aber auch unsere touristischen Einrichtungen im Blick, die von Jugendherbergs-Gästen besucht und damit mitfinanziert werden. Unser wunderbares Jura-Museum wird zum Beispiel in diesem Jahr 50 Jahre alt – ein Besuch auf der Willibaldsburg kann für eine Schulklasse aber auch für eine Familie dabei wunderbar mit einem Aufenthalt in der Jugendherberge verbunden werden.“
Landrat Alexander Anetsberger stimmt hier zu: „Gerade für den Tourismus im Landkreis ist die Jugendherberge eine zentral wichtige Einrichtung, deren Bedeutung über die Stadtgrenzen deutlich hinausgeht und in die gesamte Region hineinwirkt. Deshalb werden wir den Prozess für eine gute Zukunft der Jugendherberge Eichstätt auch mit unseren Experten des Naturparks Altmühltal engmaschig begleiten.“
„Mir war wichtig, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und eine Lösung zu ermöglichen, die der Bedeutung der Jugendherberge gerecht wird“, erklärt Schorer-Dremel. „Als Landtagsabgeordnete habe ich mich in den vergangenen Jahren immer wieder dafür eingesetzt, dass der Freistaat Bayern die Jugendherbergen in Bayern unterstützt – weil außerschulische Lernorte für mich als Pädagogin und ehemalige Grundschullehrerin einen unschätzbaren Wert haben. Die Jugendherberge Eichstätt überzeugt mit einem zukunftsweisenden Konzept – etwa mit ihrer Umweltwoche und den klaren Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Regionalität. Dieses Potenzial müssen wir erhalten und gezielt fördern“, erklärt die Landtagsabgeordnete weiter.
Daniel Sautter, Vorstand des DJH, ergänzt: „Ich bin wirklich dankbar für die Bereitschaft von Stadt und Landkreis, den Standort unserer Jugendherberge in Eichstätt mit uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Uns als Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Bayern liegen sowohl dieser konkrete Standort als auch ein flächendeckendes Netzwerk von Häusern in ganz Bayern sehr am Herzen. Jetzt gibt es eine zukunftsfähige Perspektive, mit der wir auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen wirksam reagieren können.“
Das DJH hatte angesichts der Rentabilität der Eichstätter Einrichtung Ende 2025 zunächst die Schließung für April 2026 geplant. Nach intensiven Gesprächen zwischen den Institutionen haben sowohl der Hauptausschuss der Stadt Eichstätt als auch der Kreisausschuss des Landkreises Eichstätt zugestimmt, das DJH bei der Absicherung finanzieller Unwägbarkeiten bei einer Weiterentwicklung des Standorts zu unterstützen, sofern die Einrichtung zunächst bis 31.12.2027 geöffnet bleibt. Die Buchungsportale sind nun bereits wieder geöffnet. Die Standortentwicklung in Eichstätt ist Teil eines umfassenderen Zukunftskonzepts des Jugendherbergswerk Bayern.
Pressestelle/Stadt Eichstätt
