Ingolstädter Stadträte Dr. Böhm und Witty fordern Ergebnisse

Moderator für Medizinstrategie

Um möglichst schnell Teilergebnisse für die gemeinsame Medizinstrategie in der Region 10 zu erhalten, schlagen die Ingolstädter Stadtratsmitglieder Dr. Anton Böhm und Quirin Witty dem Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Kern sowie den Landräten Gürtner (Pfaffenhofen), Anetsberger (Eichstätt), von der Grün (Neuburg-Schrobenhausen) und Neumeyer (Kelheim) vor, einen überparteilich anerkannten Moderator zu gewinnen. Als Anforderungen führen sie u.a. Neutralität, politische Erfahrung und kommunikative Fähigkeiten auf. Er soll auf Grundlage der Gutachten Dynamik in den Prozess bringen und möglichst schnell Ergebnisse herbeiführen, die sowohl Akzeptanz finden als auch zu Verbesserungen der aktuellen Situation führen. Hierbei denken Dr. Böhm und Witty beispielsweise an eine Integrationsfigur wie den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein. 

„Nachdem das bayerische Gesundheitsministerium als Krankenhausplanungsbehörde offensichtlich keine effektive ideelle Unterstützung bietet, unterbreiten wir diesen Vorschlag aufgrund mehrerer Gründe“, erklärt Dr. Anton Böhm. 

Während nahezu allen beteiligten politischen Akteuren bewusst ist, dass dieser Schritt einer regionalen medizinischen Zusammenarbeit notwendig ist, sind bei der konkreten Ausgestaltung wohl noch intensive Diskussionen zu erwarten. „Die Krankenhausversorgung bewegt sowohl Politik als auch Gesellschaft so sehr, dass noch völlig unklar ist, zu welchen gemeinsamen Schritten die an der Strategie beteiligten Gebietskörperschaften bereit sind“, analysiert Quirin Witty. Darüber hinaus ist unklar, welche Folgen der Ausgang der Kommunalwahlen 2026 auf die Ausgestaltung der Medizinstrategie hat, deren Beauftragung in Bezug auf das erste Gutachten bereits fast drei Jahre zurückliegt. 

Zum einen ist die finanzielle Situation der Krankenhäuser nach wie vor angespannt. Zum anderen wird der Versorgungsdruck und -aufwand für die Krankenhäuser immer größer. Das Beispiel des Ingolstädter Klinikums zeigt, dass durch den Wegfall der Kapazitäten der privaten Klinik Dr. Maul sowie der Abnahme der Kapazitäten der Köschinger Notaufnahme die Situation immer herausfordernder und aus der Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger dramatischer wird. Z.T. wird dadurch der Eindruck erweckt, dass sich das Gutachten in der Realität verselbstständigt.

Mehrere 100.000 Euro sind bereits in Gutachten für die gemeinsame Medizinstrategie in der Region 10 geflossen. Um den eingeschlagenen Weg weder zu gefährden noch in die Länge zu ziehen, während sich die medizinische und finanzielle Situation weiter zuspitzt, haben Dr. Anton Böhm und Quirin Witty den Vorschlag eines Moderators unterbreitet. 

Pressestelle/SPD Stadtratsfraktion

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