Bevölkerungsentwicklung 2025

Weniger Zuzüge prägen die Bilanz 

Die Bevölkerungszahl der Stadt Ingolstadt ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren im Melderegister 145 031 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Minus von rund 400 Personen. Der Rückgang ist dabei nicht auf Geburten und Sterbefälle zurückzuführen, sondern nahezu ausschließlich auf Veränderungen im Wanderungsgeschehen. 

Im Jahr 2025 zeigte sich die natürliche Bevölkerungsentwicklung nahezu ausgeglichen. Die Zahl der Geburten lag bei 1.354 Geburten und die der Sterbefälle bei 1.352, was einem natürlichen Saldo von +2 entspricht. Dies zeigt, dass die Bevölkerungsentwicklung in Ingolstadt vor allem durch Zu- und Wegzüge beeinflusst wird.

Tatsächlich fiel der Wanderungssaldo im Jahr 2025 mit -415 negativ aus. Die Zahl der Wegzüge blieb auf einem relativ stabilen Niveau, während die Zuzüge von Ausländerinnen und Ausländern im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgingen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, jedoch sind unter anderem die verstärkten Grenzkontrollen sowie die Schließung eines von vier ANKER-Zentren in Ingolstadt im August zu nennen. In der Folge kam es in diesen Einrichtungen zu deutlich mehr Wegzügen als Zuzügen.

Seit Anfang der 2010er Jahre ist die Bevölkerungsentwicklung Ingolstadts stark durch internationale Zuwanderung geprägt. Auch 2025 zogen weiterhin deutlich mehr Ausländerinnen und Ausländer zu als Deutsche. Allerdings lag der positive Wanderungssaldo der ausländischen Bevölkerung mit +703 deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Gleichzeitig blieb der Wanderungssaldo der deutschen Bevölkerung mit -1.118 auf einem ähnlich negativen Niveau wie in den Vorjahren.

Trotz des insgesamt negativen Wanderungssaldos verzeichnete Ingolstadt auch 2025 über 9.000 Zuzüge. Die höchsten Wanderungsgewinne wurden bei Personen aus Indien (+269), der Ukraine (+169) und Pakistan (+83) verzeichnet. Die Zuwandernden sind im Durchschnitt deutlich jünger als die Gesamtbevölkerung.

Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Bevölkerungsstruktur waren zudem die stark gestiegenen Einbürgerungszahlen. Im Jahr 2025 wurden 2.508 Personen eingebürgert, was einer Steigerung von rund 1.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dadurch nahm die Zahl der deutschen Staatsangehörigen trotz negativer Wanderungsbilanz zu, während der Ausländeranteil von 25,3 Prozent im Jahr 2024 auf 24,2 Prozent sank.

Die aktuelle Bevölkerungsentwicklung steht nicht im Widerspruch zur im Herbst 2025 vorgestellten Bevölkerungsvorausberechnung bis 2044. Wanderungen unterliegen starken kurzfristigen Schwankungen und lassen sich nur eingeschränkt vorausberechnen. Die Stadt Ingolstadt wird die weitere Entwicklung daher weiterhin aufmerksam beobachten und die Annahmen zukünftiger Vorausberechnungen bei Bedarf anpassen.

Pressestelle/Stadt Ingolstadt

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