Pater José eröffnet am 1. Advent im Gottesdienst die neue Krippe
Wenn am kommenden Samstag der 28. Ingolstädter Krippenweg eröffnet wird, kann in diesem Jahr eine ganz besondere Krippe gezeigt werden: die Krippe der Franziskanerbasilika, die neu aufgebaut wurde und nun an ihrem neuen Platz direkt vom Kirchenraum aus zu besuchen ist.
Die Krippe der Franziskaner ist seit 80 Jahren eine beliebter Anziehungspunkt in der Ingolstädter Franziskanerkirche. Anders als reine Weihnachtskrippen zeigt die Franziskanische Jahreskrippe das ganze Jahr über ständig wechselnde Motive aus der Bibel und den Heiligenlegenden. Ein Team um Krippenbauer Josef Finkenzeller baut aus den mehr als 50 handgeschnitzten Köpfen und einem großen Fundus an Gewändern, Kulissen und detailgetreuen Requisiten jeweils für einige Wochen eine Szene auf, die gerade zum kirchlichen Jahreskreis passt. Dazu werden die entsprechenden Motive mit dem entsprechenden Bibeltext oder dem Ausschnitt aus der Heiligenlegende erklärt.
Nachdem die Krippe 25 Jahre in einer Seitenkapelle ein Nischendasein geführt hat, ist sie nun an den früheren Ort zurückgebracht worden. Mit einem neuen Bühnenaufbau und einem großen Panoramafenster ist sie wieder im linken hinteren Seitenschiff der Basilika zu finden. Eine erste Szene zeigte bereits zur 750-Jahr-Feier der Franziskanerkirche im Oktober die Vogelpredigt des Heiligen Franziskus, jetzt gerade ist noch St. Martin zu sehen. Die offizielle Eröffnung der erneuerten Krippe erfolgt am 1. Advent, dann mit einem weihnachtlichen Motiv, nämlich der Herbergsuche, zum Abschluss des weihnachtlichen Festkreises wird die Anbetung der Könige in der Krippe dargestellt.
Die Aufstellung von Weihnachtskrippen ist eine ureigene franziskanische Erfindung, denn es war Franz von Assisi, der in seiner Einsiedelei bei Greccio in Italien 1223 mit den Hirten der Gegend Weihnachten gefeiert hat und eine lebende Krippe mit der Heiligen Familie, Hirten und Ochs und Esel inszeniert hat. Somit gehört eine Krippe zu allererst in eine Franziskanerkirche. Doch auch hier ist die Krippe an Weihnachten außergewöhnlich gestaltet: Als Weihnachtskrippe wird in der Franziskanerkirche nicht die Heilige Familie, sondern die Greccio-Legende dargestellt, nämlich die Krippenlegung durch Franziskus in der Höhle nahe dem Ort Greccio in Umbrien.
Am Sonntag, 30.11., wird deshalb der Kapuzinerpater José, der mit der Ingolstädter Franziskanischen Gemeinde noch sehr eng verbunden ist, im Anschluss an die 10-Uhr-Messe der erneuerten Krippe den Segen geben.
Pater José wird bereits am Freitag in Ingolstadt sein und bei der Franziskanischen Gemeinschaft mit einem geistlichen Vortrag in die Advents-und Weihnachtszeit einstimmen. Danach besteht wieder Möglichkeit zur Begegnung mit dem Kapuzinerpater.
Pressestelle/ Franziskanerbasilika
