Der ERC Ingolstadt hat den größten Erfolg der Club-Geschichte auf europäischer Bühne eingefahren. Trotz einer 4:3-Niederlage im Achtelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League (CHL) gegen Red Bull Salzburg, ziehen die Panther vor über 500 mitgereisten Fans erstmals in die Runde der besten Acht ein. Den Grundstein dafür hatten sie bereits vor einer Woche mit einem 6:2-Erfolg im Hinspiel gelegt. Nun treffen sie im Viertelfinale, das sie als letzter verbliebener DEL-Vertreter auf den vierfachen CHL-Sieger Frölunda HC aus Göteborg.
Mit dem deutlichen 6:2-Vorsprung aus dem Hinspiel starteten die Panther auch ohne ein Sextett um Kapitän Morgan Ellis gut ins Spiel. Nach 20 Sekunden lag der Puck bereits im Salzburger Katen, aber Peter Abbandonato hatte ihn per Kick über die Linie befördert. Nach der Anfangsphase, die dem ERC gehörte, tauchte auf einmal Brandon Coe frei vor Panther-Keeper Nico Pertuch auf und erzielte mit dem ersten guten Abschluss der Hausherren die Führung (6.). Zwei Zeigerumdrehungen später musste Pertuch per Glanztat einen höheren Rückstand verhindern. Austen Keating brachte die Oberbayern auf die Anzeigetafel (16.), doch nur 13 Sekunden später schoss Nash Nienhuis Salzburg wieder in Front.
Im Mittelabschnitt starteten die Blau-Weißen erneut gut, konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Mit zahlreichen Puckverlusten und Ungenauigkeiten im Passspiel erlaubten sie es den Salzburgern Momentum zu generieren. Dann wurde es kurios: Das Tor war verschoben, Travis St. Denis zog ab und verfehlte den Kasten. Weil die Scheibe aber wohl eingeschlagen wäre, wenn das Tor in der Verankerung geblieben wäre, gaben die Schiedsrichter das Tor nach Ansicht des Videobeweises trotzdem (38.).
Salzburg witterte nun doch noch die Chance, ins Viertelfinale einziehen zu können. Die Hausherren versuchten einen Angriff nach dem nächste zu initiieren, das Tor machte aber der ERC. Philipp Krauß sorgte mit dem Anschluss zum 3:2 zehn Minuten vor Ende für die Vorentscheidung um den Viertelfinaleinzug. Die Salzburger versuchten nochmal alles und nahmen neun Minuten vor Schluss Torhüter David Kickert für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Den vierten Treffer der Hausherren durch Mario Huber (54.) konterte Daniel Schmölz vier Minuten vor Schluss und machte damit den Viertelfinaleinzug der Ingolstädter endgültig perfekt. Das Viertelfinal-Hinspiel findet am 2./3. Dezember, das Rückspiel am 16. Dezember statt.
Torschütze Daniel Schmölz: „Es war ein wildes Spiel und nicht unsere beste Leistung, aber wir hatten auch einige Umstellungen vorgenommen. Wir sind sehr glücklich, ins Viertelfinale eingezogen zu sein und greifen in der nächsten Runde wieder an.“
ERC-Goalie Nico Pertuch: „Frölunda ist einer der besten Clubs Europas und es werden extrem hochklassige Spiele. In Schweden wird ein deutlich anderes Eishockey gespielt, aber wir freuen uns sehr darauf.“
Pressestelle/ERC Ingolstadt Eishockeyclub GmbH
