Mittagsvisite im Museum

Informationen zum Einsatz von Geburtszangen 

Am Dienstag, 2. September, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Dieses Mal stellt Lara Wendel ein Konvolut verschiedener Geburtszangen vor. Die Veranstaltung findet nur vor Ort statt, eine Übertragung via Zoom kann leider nicht mehr angeboten werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei vielen Objekten einer Museumssammlung lässt sich oft nicht mehr genau rekonstruieren, wem sie zuvor gehörten und wie sie genutzt wurden. Anders ist es bei diesem Konvolut aus drei verschiedenen Geburtszangen. Sie stammen aus dem Bestand der Hebammenschule der Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe, wo sie in den Unterricht eingebunden waren. Am 1. Januar 2020 trat in Deutschland jedoch das Hebammenreformgesetz in Kraft. Es schreibt vor, dass die Ausbildung von Hebammen zukünftig in Form eines dualen Studiums an einer Hochschule erfolgen muss. Diese Geburtszangen werden nun nicht mehr für den Unterricht benötigt und fanden stattdessen ihren Platz in der Museumssammlung. Doch wie waren die Zangen zuvor im Unterricht eingesetzt worden? Welche Änderungen der Hebammenausbildung brachte die Akademisierung dieses Berufes mit sich? Und welche Bedeutung kommt Geburtszangen in der modernen Geburtshilfe überhaupt noch zu? Diesen Fragen geht Lara Wendel gemeinsam mit den Visitengästen nach. 

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Pressestelle/Stadt Ingolstadt

Foto:
DMMI/Wendel Lara